Israel

Berliner Bildungsverwaltung nimmt Kontakt zu Yad Vashem auf

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will die Kooperation mit der International School for Holocaust Studies ausbauen.

Die Halle der Namen in Yad Vashem. Die Gedenkstätte wurde 1953 gegründet

Die Halle der Namen in Yad Vashem. Die Gedenkstätte wurde 1953 gegründet

Foto: picture alliance/dpa/Michael Kappeler

Die Berliner Bildungsverwaltung will künftig enger mit der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zusammenarbeiten. Das sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) der Berliner Morgenpost. "Wegen der Vereinbarung einer generellen Kooperation haben wir die International School for Holocaust Studies kontaktiert", sagte sie.

Der Ausbau der Kooperationen passe gut zum Vorhaben ihrer Verwaltung, das Angebot zur Lehrerfortbildung zu erweitern und zu dem Ziel, die Zusammenarbeit mit Gedenkstätten zu fördern. "Gerade haben wir die Mittel dazu im Haushalt aufgestockt", sagte Scheeres.

Die International School for Holocaust Studies (ISHS) sei ein guter Partner, das zeigten die Erfahrungen und auch die Kooperationen der Refik-Veseli-Schule und des Ruth-Cohn-Oberstufenzentrums. "Letztendlich geht es darum, die Schüler zu erreichen und ihnen die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Geschichte zu vermitteln."

Schwerpunkt ist die Weiterbildung von Lehrern

Schwerpunkt der Abkommen mit Yad Vashem ist die Weiterbildung von Lehrern. Wie berichtet, hat Berlin, anders als die meisten anderen Bundesländer, bislang keine Kooperationsvereinbarung mit der ISHS abgeschlossen. Das sei "beschämend und nicht nachvollziehbar", kritisierte Ramona Pop, Fraktionschefin der Grünen im Abgeordnetenhaus. Schließlich sei Berlin nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern sei damals auch die Schaltzentrale der Nazi-Diktatur gewesen, sagte Pop der Berliner Morgenpost.

Nordrhein-Westfalen hat ein solches Abkommen bereits 1998 unterzeichnet. Das Land schickt nicht nur Lehrer zur Weiterbildung nach Yad Vashem, sondern auch Polizisten und Richter. Brandenburg hat ebenfalls bislang keine Vereinbarung mit der ISHS geschlossen. Dort verweist man auf die gemeinsame Erklärung der deutschen Kultusministerkonferenz mit Yad Vashem.

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