Trotz Widersprüchen

Gute Chancen für Teilzeit-Spielstraße in Prenzlauer Berg

Die Teilzeit-Spielstraße in der Gudvanger Straße in Prenzlauer Berg

Die Teilzeit-Spielstraße in der Gudvanger Straße in Prenzlauer Berg

"Muss möglich sein": Das Kinderhilfswerk ist in Sachen Teilzeit-Spielstraße optimistisch. Trotz Widerspruchs sieht es "gute Chancen".

Seit rund einem Jahr wird um die Teilzeit-Spielstraße im Prenzlauer Berg gerungen: Trotz erneuten Widerspruchs von Anwohnern sieht das Deutsche Kinderhilfswerk noch „gute Chancen“ für das Vorhaben. Das erklärte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann. In anderen Städten wie Bremen bereicherten solche Angebote das Leben aller Beteiligten. „Das muss auch in Berlin möglich sein“, so Hofmann.

Am Dienstag sollte ein Teilstück der Gudvanger Straße im kinderreichen Prenzlauer Berg erstmals wieder zum Spielen zur Verfügung stehen. Inzwischen gingen jedoch vier Widersprüche ein, die das Vorhaben mindestens bis Juli verzögern dürften, wie Bezirksstadtrat Torsten Kühne (CDU) sagte. Sollten die Anwohner auch klagen, sei ein Start 2016 unwahrscheinlich. Über einen Anwohner-Widerspruch hatten mehrere Zeitungen am Dienstag berichtet.

>> Neue Chance für temporäre Spielstraße in Prenzlauer Berg

Im Frühjahr 2015 stand das Straßenstück kurzzeitig einmal pro Woche nur Kindern zur Verfügung. Autos durften weder durchfahren noch parken. Eine Anwohnerin stoppte das Spielen per Eilantrag. Zuletzt war laut Kühne nur noch ein Spieltermin pro Monat vorgesehen. Die Anwohner argumentieren demnach mit mangelndem Bedarf.

Das Deutsche Kinderhilfswerk bedauert die Entwicklung nach eigenen Angaben „außerordentlich“. Das Gebiet um die Gudvanger Straße sei mit Spielflächen unterversorgt. Temporäre Spielflächen seien die einzige Möglichkeit, damit sich Kinder ausreichend im Freien bewegen könnten.

( dpa/abo )