Brutzeln im Trockenen

Bezirk Pankow will im Mauerpark Grillpavillons bauen

In nicht jedem Berliner Bezirk darf gegrillt werden. In Pankow soll die Fleischeslust nun sogar gefördert werden: mit Grillpavillons.

Grillen im Mauerpark sieht bisher oft so aus

Grillen im Mauerpark sieht bisher oft so aus

Foto: Jörg Krauthöfer

Der Mauerpark in Prenzlauer Berg könnte in den nächsten Jahren zum Grill-Park werden. Pankows Stadtrat für Stadtentwicklung, Holger Kirchner (Bündnis90/Grüne) will bis 2019 nach und nach Grillpavillons aufstellen.

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Acht bis zwölf Grillpavillons sollen es nach Angaben Kirchners werden. Der Bau der Rondelle mit einem Durchmesser von 1,5 Metern lohne sich. Denn der Bezirk gebe jedes Jahr 100 000 Euro für eine private Firma aus, die montags den Mauerpark vom Müll befreie, sagte Kirchner. Die gemauerten Pavillons mit festem Grillrost, Abfalltonnen und Aschebehältern für Grillkohle, würden dem Müllproblem Einhalt gebieten und hätten sich nach einem Jahr bereits amortisiert, erläuterte Kirchner. Denn damit sänken die Extrakosten für die Müllbeseitigung im Park.

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In anderen Bezirken sieht man das Grillen auf öffentlichen Grünflächen weniger entspannt. In Mitte fühlen sich Anwohner des Monbijouparks durch die Rauchschwaden und den Müll belästigt. Die Bezirksverordneten haben sich daraufhin bereits mit einem möglichen Verbot befasst. Bisher fand sich allerdings keine Mehrheit für einen Grillstopp.

Schwer gezeichnet von Grillfreunden ist auch der Volkspark Friedrichshain. Gerade an sonnigen Wochenenden oder an Feiertagen wie zuletzt Christi Himmelfahrt gleicht der Park nach den Grillorgien Hunderter Menschen einer Mülldeponie.

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Auf dem Tempelhofer Feld, das von der Grün Berlin GmbH verwaltet wird, setzt man dagegen auf drei große Grillflächen, die mit Hinweisschildern gekennzeichnet sind. „Grill-Sheriffs“ eines Sicherheitsdienstes wachen darüber, dass Wild-Griller erst gar keine Chance haben.