In Turbulenzen geraten

"Welt"-Aussichtsballon bleibt nach Unfall weiter am Boden

Der „Welt“-Ballon soll auf Schäden überprüft werden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

Der "Berlin Hi-Flyer“ hebt vorerst nicht ab. Es läuft eine technische Überprüfung

Der "Berlin Hi-Flyer“ hebt vorerst nicht ab. Es läuft eine technische Überprüfung

Foto: Paul Zinken / dpa

Der am Dienstag in gefährliche Turbulenzen geratene Berliner Aussichtsballon bleibt vorläufig weiter am Boden. Zunächst werde geprüft, welche Teile ausgetauscht werden müssen, teilte Betreiber Frank Hellberg am Freitag mit.

Der französische Hersteller der Gondel komme nächste Woche und untersuche, ob neben der Gondel auch das Halteseil in Mitleidenschaft gezogen wurde. Fest stehe bereits, dass Kabelabweiser beschädigt wurden und ersetzt werden müssen. Die Ursache dafür, dass zwei Teile der Gondel während der Landung beschädigt wurden, habe offenbar darin gelegen, dass das Seil an die Gondel gepresst wurde und an der Stelle einschnitt, an der kurz zuvor noch zwei Touristinnen gesessen hatten. Das berichtete die „Bild“-Zeitung am Freitag. Betreiber Frank Hellberg erwartet, dass erste Prüfungen der Schäden durch Experten am kommenden Montag durchgeführt werden können.

Der Fesselballon mit dem „Welt“-Logo war nahe dem Checkpoint Charlie nach dem Aufstieg in heftige Turbulenzen geraten. 19 Passagiere waren mit dem Ballonfahrer an Bord. Dem Piloten gelang es schließlich, sie alle unverletzt zurück zum Boden zu bringen. Etliche von ihnen erlitten aber einen Schock. Elf norwegische Schüler wurden nach dem dramatischen Zwischenfall von der Feuerwehr in ihre Hotelunterkunft transportiert.

Technisch war die Anlage laut Hellberg „im besten Zustand“. 2015 seien ein neuer Ballon aufgezogen und die Gondel erneuert worden.

Auch am Freitag klebte am Eingangs-Kassenhäuschen ein Schild mit der Aufschrift: „Aufgrund von technischen Kontrollen bleibt der Ballon am Boden“. Einige Touristen mussten wieder von dannen ziehen. Die Ermittlungen der Polizei wegen des Verdachts der fahrlässiger Körperverletzung dauern indessen an. Jetzt müssten Zeugen befragt werden, so eine Sprecherin.