Nahverkehr

BVG und S-Bahn wollen direkte Zugänge zum Tempelhofer Feld

Am Tempelhofer Feld soll es laut einem Bericht bald direkte Zugänge aus S- und U-Bahn geben. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt.

Blick auf das Tempelhof Feld: Bald schon soll der Zugang zum Park ohne Straßenüberquerung möglich sein

Blick auf das Tempelhof Feld: Bald schon soll der Zugang zum Park ohne Straßenüberquerung möglich sein

Foto: Jörg Krauthöfer

Damit Besucher des Tempelhofer Feldes in Zukunft nicht immer den Tempelhofer Damm überqueren müssen, wollen S-Bahn und BVG direkte Zugänge schaffen.

Wie der Tagesspiegel berichtet, will die BVG dazu einen stillgelegten Ausgang aus der U-Bahn wiederbeleben. Die S-Bahn plant im Auftrag des Senats den Bau eines zweiten Ausgangs auf der Ostseite.

Die Bahn habe "die Planungsleistung für die Machbarkeitsuntersuchung" ausgeschrieben, hieß es in dem Bericht. Für die Realisierung eines solchen Ausgangs gebe es zwei verschiedene mögliche Varianten. Eine sehe eine Verschiebung des Bahnsteigs über den Tempelhofer Damm vor, wobei laut Ausschreibung eine Veränderung der Gleislage nach Möglichkeit nicht stattfinden solle.

Kosten, Bauzeit, Streckensperrungen

Eine andere Lösung wäre eine überdachte Brücke über den Damm. Bei beiden Möglichkeiten gilt jedoch: der Bau soll sich so wenig wie möglich auf die Kleingärten auf der Ostseite auswirken.

Für die Planer heißt das, beide Varianten genau auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen. So sollen für beide Möglichkeiten Kosten, Bauzeit und die Probleme bei Streckensperrungen während des Baus untersucht werden. Außerdem müsse eine Taubenvergrämung entwickelt werden und Flächen für Geschäfte geschaffen werden.

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Während der Bau aus Landesmitteln und Fördergeldern der EU finanziert werden soll, ist die Wiedereröffnung des alten U-Bahn-Ausgangs noch völlig unklar. Dennoch plant die BVG schon fleißig und will den Ausgang spätestens 2019 eröffnen.

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