Krawalle in Berlin

Polizei erlässt Haftbefehle gegen fünf Mai-Randalierer

Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte lautet der Vorwurf. Nach den Mai-Krawallen müssen fünf Randalierer in Haft.

Vermummte Demonstranten am 1. Mai in Berlin. Gegen fünf Randalierer wurde Haftbefehl erlassen

Vermummte Demonstranten am 1. Mai in Berlin. Gegen fünf Randalierer wurde Haftbefehl erlassen

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Nach einem kurzen, aber heftigen Gewaltausbruch am Abend des 1. Mai in Berlin-Kreuzberg sind Haftbefehle gegen fünf mutmaßliche Randalierer erlassen worden. Drei von ihnen sitzen in Untersuchungshaft, zwei weitere wurden gegen Auflagen von der Haft verschont, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner mit.

Den Beschuldigten wird unter anderem Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Nach einer linksradikalen Demonstration waren am Sonntagabend am Lausitzer Platz Flaschen und Steine auf Polizisten geschleudert worden.

59 Beamte wurden zumeist leicht verletzt. Die Polizei hatte am 1. Mai und in der Walpurgisnacht 42 mutmaßliche Randalierer festgenommen.

>> Bilanz des 1. Mai: 59 verletzte Polizisten

Nicht mehr so viel Gewalt wie früher

Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte das „feige Verhalten“ der Steine- und Flaschenwerfer verurteilt. Die Polizei habe konsequent auf die Gewalt reagiert und die Situation schnell wieder im Griff gehabt. Nach Einschätzung von Henkel ist der 1. Mai in Kreuzberg zwar noch nicht völlig friedlich, aber lange nicht mehr so gewalttätig wie in früheren Jahrzehnten.

Im Vorjahr waren am 1. Mai 39 verletzte Polizisten und in der Walpurgisnacht weitere 2 gezählt worden, 2014 waren es insgesamt 61. Knapp 6100 Polizisten waren an beiden Tagen im Einsatz.

>> Der 1. Mai in Berlin - zum Nachlesen im Liveblog