Schulgebäude in Lankwitz

Beethoven-Schule: Eltern in Sorge um Statik des Gebäudes

Im Keller des Schulgebäudes musste im März die Decke abgestützt werden. Der Stadtrat sagt, es bestehe keine Gefahr die Schüler.

Die Eltern wollen nun vom Baustadtrat hören, dass das Gebäude statisch überprüft worden ist und keine Gefahr für die Schüler besteht

Die Eltern wollen nun vom Baustadtrat hören, dass das Gebäude statisch überprüft worden ist und keine Gefahr für die Schüler besteht

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Eltern, deren Kinder die Beethoven-Oberschule in Lankwitz besuchen, sind in Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder. Aufgrund von statischen Problemen musste in einem Kellerraum des Schulgebäudes im März die Decke abgestützt werden, eine Maßnahme, die bereits 2010 in einem anderen Kellerraum nötig geworden war.

Die Eltern wollen nun vom Baustadtrat hören, dass das Gebäude statisch überprüft worden ist und keine Gefahr für die Schüler besteht. Vor etwa vier Wochen haben sie Baustadtrat Michael Karnetzki (SPD) deshalb einen Brief geschrieben mit der Bitte um eine Stellungnahme.

Eine Antwort blieb jedoch aus. Aus diesem Grund haben die Eltern dem Baustadtrat nun erneut geschrieben und mit Nachdruck eine Antwort eingefordert. Die Schulleiterin der Beethoven-Oberschule, Gunilla Neukirchen, sagte der Berliner Morgenpost, dass die Bauabteilung der Schule zwar mitgeteilt habe, dass keine Gefährdung vorliege. „Die Eltern wollen das aber vom Baustadtrat selbst hören, deshalb haben sie sich mit einem Brief an ihn gewandt.“

Rohre an der Kellerdecke sind zu schwer

Stadtrat Karnetzki sagte der Berliner Morgenpost, er habe nach dem ersten Schreiben der Eltern Kontakt mit der Schulleitung aufgenommen und versichert, dass keine Gefahr für die Schüler bestehe. „Wenn die Eltern nun wünschen, dass ich ihnen das direkt mitteile, werde ich das tun“, so Karnetzki.

Die Probleme mit der Statik habe man festgestellt, als die Heizungsanlage repariert werden musste, weil sie undicht war. „Bei der Reparatur der Anlage wurde ersichtlich, dass in einem Keller Rohre an der Decke hängen, die zu schwer sind.“ Man habe dann die Decke abgestützt. Karnetzki räumte ein, dass die Schule sanierungsbedürftig ist. 2017 würden deshalb 3,2 Millionen Euro aus dem Sonderprogramm des Senats für die wachsende Stadt eingesetzt werden. „Wir sind gerade dabei, die Maßnahmen zu planen“, so Karnetzki. Vorgesehen sei unter anderem, die Sanierung der Heizungsanlage und der Fenster. Um alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, seien mehr als acht Millionen Euro nötig, sagte Karnetzki.