Ferienwohnungen

Airbnb soll erste Vermieter aus Angebot entfernt haben

Ende April läuft die Übergangsfrist für die Vermietung von Ferienwohnungen ab. Airbnb soll sein Angebot in Berlin schon bereinigt haben.

Das Logo des Onlineübernachtungsdienstes Airbnb im Eingang Brunnenstraße 196 am Rosenthaler Platz

Das Logo des Onlineübernachtungsdienstes Airbnb im Eingang Brunnenstraße 196 am Rosenthaler Platz

Foto: Jens Kalaene / dpa

Einen Monat nach einem letzten Schlichtungsversuch macht der Online-Zimmervermittler Airbnb ernst. Das Unternehmen hat erste Berliner Anbieter von Ferienzimmern und –wohnungen von seiner Seite entfernt. Berlin will die Flut an Ferienwohnungen eindämmen, um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten.

Nach Auswertungen des Forschungsprojekts „Airbnbvsberlin.de“ der Uni Potsdam hat sich die Zahl der Angebote in Berlin von 16.000 auf 11.000 verringert. Die Zahl gewerblicher Angebote hat sich demnach von 2000 auf 1000 halbiert. „Das begrüßen wir sehr“, sagt der Sprecher der Wohnungsverwaltung, Martin Pallgen. „Damit kommen wir zurück zum Gedanken des Homesharing und Verhindern das gewerbliche Vermieten von Ferienwohnungen.“

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Airbnb gibt in E-Mails an Anbieter als Grund für die Kündigung an, die Angebotsdaten bereinigen zu wollen, berichtet „Zeit“-Online. Nach Auswertungen der Universität Potsdam gibt es am meisten Angebote im Neuköllner Reuterkiez, wo innerhalb nur weniger Straßenzüge 476 Zimmer und Wohnungen angeboten werden, gefolgt von der Gegend um den Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg mit 345 Angeboten und dem Gräfekiez in Kreuzberg (314).

Nach der Verschärfung des Berliner Zweckentfremdungsverbotes vor zwei Jahren wollte Airbnb für seinen Service Ausnahmeregelungen vom Land erreichen, um weiter Ferienwohnungen anbieten zu können. Das lehnte Wohnungsstaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup jedoch im Gespräch mit Managern des Unternehmens ab.

Mit dem Zweckentfremdungsgesetz will Berlin verhindern, dass normale Wohnungen als Ferienwohnungen angeboten werden. Das Verbot war am 1. Mai 2014 in Kraft getreten, sah aber eine Übergangszeit vor, die am 30. April endet. Das Vermieten von einzelnen Zimmern der eigenen Wohnung ist weiterhin erlaubt.