Diwell-Affäre

Lutz Diwell nach Filz-Vorwürfen aus SPD ausgetreten

Parteiaustritt: Der ehemalige Staatssekretär Lutz Diwell hat die Berliner SPD verlassen.

Lutz Diwell, als er noch Staatssekretär im Bundesjustizministerium war

Lutz Diwell, als er noch Staatssekretär im Bundesjustizministerium war

Foto: Julia Faßbender / picture-alliance/ dpa

Der frühere Staatssekretär Lutz Diwell ist aus der Berliner SPD ausgetreten. Das bestätigte die Sprecherin der Berliner SPD, Josephine Steffen, der Berliner Morgenpost auf Anfrage. Gründe seien nicht genannt worden, was bei Parteiaustritten aber auch üblich sei, so Steffen.

Wie die "BZ" berichtet, soll Diwell sich im Rahmen der Filz-Vorwürfe nicht genug von der Partei unterstützt gefühlt haben.

Hintergrund sind die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Mitarbeit von Diwell an dem Masterplan Integration. Der damalige SPD-Politiker hatte die unter der Aufsicht des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller stehende Senatskanzlei zunächst ehrenamtlich bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise beraten.

Im Januar beauftragte die Senatskanzlei dann McKinsey. Die Gesellschaft beauftragte ihrerseits Diwell. Die Opposition und Teile der CDU äußerten den Verdacht, die Senatskanzlei oder Müller könnten auf die Beauftragung Diwells hingewirkt haben. Müller und Björn Böhning, der Chef der Senatskanzlei, bestreiten das.