Tiere

Zukunft des Weißbüschelaffen von Steglitz ungewiss

Noch sitzt der Affe in der Tiersammelstelle auf dem Gelände des Berliner Tierheims. Der Besitzer hat sich bislang nicht gemeldet.

Der kleine Affe auf einem Baum in Steglitz

Der kleine Affe auf einem Baum in Steglitz

Foto: Thomas Schröder

Der Weißbüschelaffe, der am Wochenende im Bäkepark in Steglitz entdeckt und eingefangen worden war, wird nun in der amtlichen Tiersammelstelle auf dem Gelände des Tierheims Berlin am Hausvaterweg in Falkenberg versorgt. Bislang habe sich dort aber niemand als Besitzer gemeldet, sagte eine Sprecherin des Tierschutzvereins für Berlin am Montag.

Wie es mit dem Affen weitergeht, wann er zum Beispiel von der Sammelstelle in ein normales Tierheimgehege umziehen oder ob er vermittelt werden kann, darüber müssen die Behörden noch entscheiden. Verantwortlich für die Sammelstelle ist der Bezirk Lichtenberg, da die Einrichtung auf seinem Gebiet liegt.

Der ursprünglich in Brasilien lebende Kleinaffe war am Sonnabendnachmittag von Kindern am Dalandweg auf einem Baum entdeckt worden. Alarmierten Polizisten gelang es trotz Lockens mit Bananen nicht, das Tier einzufangen. Am späten Abend sei es dann jedoch freiwillig heruntergekommen, teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Ein Anwohner habe es eingefangen und in einer Katzenbox auf einer Polizeiwache in Lichterfelde abgegeben. Von dort wurde es in die Tiersammelstelle gebracht. Für die Polizei ist der Fall damit vorerst abgeschlossen. Sie behandele den Affen als Fundsache und ermittele nicht weiter, sagte ein Sprecher am Montag.

Sollte sich der Besitzer melden, muss er mit Kosten rechnen. Denn der Bezirk Lichtenberg verweist auf seinen Internetseiten darauf, dass nach Abholung des Tieres aus der Sammelstelle vom Bezirksamt dem Halter eine Rechnung gestellt wird. Je nach Tierart werden zum Beispiel für die Unterbringung zwischen 7,16 und 17,38 Euro pro Tag fällig.