Tarifkonflikt

Charité schließt wegen Warnstreik vier Stationen

Im Tarifkonflikt mit Bund und Kommunen haben am Montag in Berlin Hunderte Mitarbeiter von Charité und Vivantes die Arbeit niedergelegt.

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben am Montag Hunderte Beschäftigte in Berliner Kliniken die Arbeit niedergelegt. An allen Standorten des kommunalen Krankenhauskonzerns Vivantes beteiligten sich rund 400 Mitarbeiter, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. An den Standorten des Universitätsklinikums Charité waren es den Angaben zufolge bis zu 500 Beschäftigte. Hier wurden vier Stationen ganz geschlossen.

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An der Charité hatte Verdi die Mitarbeiter zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, obwohl sie aufgrund eines eigenen Haustarifs von den bundesweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen nicht direkt betroffen sind. Diese Variante nennt sich Partizipationsstreik.

Die Warnstreiks an den Krankenhäusern sollen am Dienstag fortgesetzt werden. Die Notfallversorgung ist in allen Kliniken gesichert. Allerdings gibt es an der Charité und für die Vivantes-Kliniken keine förmliche Notdienstvereinbarung, die die Patientenversorgung und Personalverteilung auf den Stationen regelt.

Verhandlungen von Verdi mit Vivantes und Charité darüber waren gescheitert. In den Tarifverhandlungen fordert Verdi sechs Prozent mehr Lohn.