Twitteraktion

#8geben: Polizei warnt Raser mit makaberem Biker-Video

Die Social-Media-Aktion der Berliner Polizei zur Verkehrssicherheit ging Donnerstag in die nächste Runde - mit einem makaberen Video.

Im Tiergartentunnel verunglückte im Juli 2013 ein Motorradfahrer. Die Berliner Polizei twitterte nun noch einmal das Video.

Im Tiergartentunnel verunglückte im Juli 2013 ein Motorradfahrer. Die Berliner Polizei twitterte nun noch einmal das Video.

Foto: Polizei Berlin

"Tiergartentunnel Berlin. Ca. 120 km/h. Mark (44); † 18. Juli 2013. #8geben" - dazu ein Video, auf dem ein Motorradfahrer zu sehen ist, der gegen die Tunnelwand knallt und über die Fahrbahn geschleudert wird. Diesen Tweet setzte die Berliner Polizei am Donnerstag im Rahmen ihrer Twitteraktion "#8geben" ab, um fürs Thema Verkehrssicherheit zu sensibilisieren.

Was vielleicht gut gemeint war, brachte den Beamten auch Kritik ein. "Ich finde die Veröffentlichung dieses Schock-Tweets extremst fragwürdig zu Präventionszwecken. Was sagt Familie von Marc?" [sic!], schrieb zum Beispiel Twitter-Nutzer "entensuppe". Und "Robert" ergänzte: "wie kann man da nur gefällt mir anklicken. Was für hirnsteine sind das nur. Es ist ein Menschenleben, egal wie schnell!!!!"

43 Mal wurde der Beitrag bislang geteilt - 22 "Likes" verzeichnet.

Die "#8geben"-Kampagne der Polizei soll Bürger dazu animieren, sich im Straßenverkehr achtsam und rücksichtsvoll zu verhalten. #8geben ist hier das Stichwort. Und damit sind nicht die Handschellen gemeint, die im Polizeijargon „Acht“ genannt werden.

Hintergrund für die Aktion: Im Jahr 2015 wurden in Berlin etwa 138.000 Verkehrsunfälle angezeigt. Alle 30 Minuten verunglückte ein Verkehrsteilnehmer und alle acht Tage starb ein Mensch auf Berlins Straßen. Das soll sich mit der Kampagne ändern, hofft die Polizei. Und dafür setzt sie auch mal auf extreme Bilder.