„Librileo“-Aktion

Toter Pinocchio warnt vor Aussterben der Kinderbuchhelden

Mit Umrissen von Pippi Langstrumpf oder der Tigerente auf dem Pflaster will ein Bündnis Kinder zum Lesen animieren.

Die Umrisse von Pinocchio auf dem Pflaster

Die Umrisse von Pinocchio auf dem Pflaster

Foto: Paul Zinken / dpa

Mitten auf dem Gehweg liegt Pinocchio. Viel mehr lag er da. Nun sind nur noch seine Leichenumrisse mit Kreide gezeichnet zu sehen. Das Bild verrät, dass er hier gestorben sein muss. Manche Passanten laufen achtlos darüber hinweg, andere sieht man mit fragenden Gesichtern. Kinder bleiben stehen.

Seit Mittwoch gibt es an zehn Orten der Stadt diese „Tatorte“, an denen Kinderbuchfiguren ums Leben gekommen sein sollen. Unter ihnen sind auch Pippi Langstrumpf und die Tigerente. Etwas brutal wirkt die Aktion „Pippi ist tot“. Aber die Organisation „Librileo“, die dahinter steckt, setzt sich dafür ein, dass wieder mehr gelesen wird. Und zwar vor allem von Kindern.

Die Initiatoren warnen vor dem Aussterben der Kinderbuchhelden. Die Aktion solle Eltern dafür sensibilisieren, mal wieder ein Kinderbuch in die Hand zu nehmen.