Potsdam –

Viele Anfragen auf Einsicht in die Stasi-Akten

Potsdam.  Die Entschädigung von ehemaligen Heimkindern und der Rentenausgleich für politisch Verfolgte in der DDR sind weiter Schwerpunkte der Brandenburger Stasi-Beauftragten Ulrike Poppe. Es gebe noch immer einen hohen Beratungsbedarf, weil viele Bürger erst zum Ende ihres Berufslebens feststellten, dass ihnen wegen beruflicher Diskriminierung ein Rentenausgleich zustehen könnte – „etwa wenn ein Mitarbeiter in verantwortlicher Position zur DDR-Zeit wegen der Republikflucht seines Sohnes zum Hilfsarbeiter degradiert wurde“, erläuterte die zuständige Referentin Petra Morawe am Montag bei der Präsentation des Zweijahresberichts der Behörde. Die Behörde berät auch knapp 4300 ehemalige Heimkinder, die Anspruch auf eine Entschädigung aus dem Hilfsfonds des Bundes und der ostdeutschen Landesregierungen haben. Dabei gehe es häufig um Hilfsmittel wie Hörgeräte, Rollatoren oder auch eine Erholungsreise, erläuterte Poppe.