Nahverkehr in Berlin

Schwarzfahrer zahlen 14 Millionen Euro an BVG und S-Bahn

Trotz der hohen Einnahmen durch die Bußgelder von Schwarfahrern geht die BVG von einem Verlust aus.

Erwischte Schwarzfahrer haben der BVG und der S-Bahn Berlin im vergangenen Jahr durch Bußgelder rund 14 Millionen Euro an Einnahmen beschert. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine parlamentarische Anfrage der CDU hervor.

Die Ausgaben der S-Bahn Berlin für die Kontrollen bewegen sich jedoch in einem ähnlichen Rahmen. „Unterm Strich ist das eine Plus-Minus-Null-Rechnung“, sagte ein S-Bahn-Sprecher am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auf der Ausgabenseite zu verbuchen seien zum Beispiel der Lohn für Kontrolleure und die Kosten für die Bearbeitung der Bußgelder.

670.000 Fahrgäste ohne gültiges Ticket

Die BVG geht trotz der Kontrollen sogar von einem Verlust von 20 Millionen Euro pro Jahr durch Schwarzfahrer aus, sagte die Pressesprecherin der BVG Petra Reetz. „Wir kontrollieren auch, damit es nicht mehr wird“, so Reetz.

Insgesamt wurden 2015 fast 670.000 Fahrgäste ohne gültiges Ticket erwischt. Am 1. Juli 2015 gab es eine Bußgelderhöhung. Wer ohne gültiges Ticket erwischt wird, zahlt seitdem 60 Euro Bußgeld statt 40 Euro.

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( dpa )