Computerspiele

Spiele-Branche erwartet über 12.000 Besucher zur Games Week

Die International Games Week startet am Montag in Berlin. Keine andere Innovationsbranche in Berlin wächst schneller.

Vier Spieler spielen gegeneinander „Tolba“. Die „International Games Week“ startet am Montag an zwölf Orten in Berlin.

Vier Spieler spielen gegeneinander „Tolba“. Die „International Games Week“ startet am Montag an zwölf Orten in Berlin.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Spiele in virtuellen Welten und sportliche Wettbewerbe zwischen Computerspielern dürften die beiden Trends der International Games Week werden, die am Montag in Berlin beginnt. Auf zwölf Veranstaltungen an zwölf Orten wird sich die Computerspielindustrie präsentieren. Ziel ist es, die Industrie, die Kreativen und das interessierte Fachpublikum zu vernetzen. „Berlin ist unser Spielplatz“, sagte Organisator Michael Liebe.

„Die Games-Branche wächst dynamisch: Acht Prozent im Jahr 2014 und 4,5 Prozent im vergangenen Jahr“, sagte Maximilian Schenk, der Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware. Er bezifferte den Branchenumsatz mit drei Milliarden Euro, bemängelte aber, dass vor allem internationale Unternehmen den Markt führen. „Die deutsche Spieleindustrie muss sich nicht verstecken“, sagte Schenk. Helge Jürgens, der neue Geschäftsführer des Medienboards Berlin-Brandenburg, sieht das ähnlich: „12.000 Besucher im vergangenen Jahr spiegeln das fantastische Wachstum und das Potenzial der Spiele-Branche wieder“, sagte. Keine andere Innovationsbranche in Berlin wachse schneller.

Für Tobias Kopka, den Programmdirektor der Spielentwicklerkonferenz QuoVadis im Rahmen der Games Week, ist der sogenannte E-Sport ein aktuelles Trendthema. Dabei verfolgen Tausende Besucher in Hallen gemeinsam Wettkämpfe zwischen Computerspiel-Profis auf Großbildschirmen. „Zunehmend interessieren sich Fernsehsender für diesen Markt. Auch Sponsoren drängen in dieses Umfeld – sogar Krankenkassen“, sagte Maximilian Schenk.

Andrea Peters, die Vorstandsvorsitzende des Media.net Berlin-Brandenburg, will die digitale Medienwirtschaft vernetzen. „Das BerlinBalticNordic.net konzentriert sich auf Finnland, Schweden Estland und Polen“, sagte sie.

Das Gamefest am Computerspielemuseum (Karl-Marx-Allee 93a) richtet sich eher an Familien. Unabhängige Entwickler und ihre Fans treffen sich beim Independent Videogames Festival. Amateurspieler können sich beim Wettbewerb „PlayChamp!“ messen. Das komplette Programm steht im Netz unter www.gamesweekberlin.com