Razzia gegen Clans

Henkel zufrieden: "Entschlossen gegen die Unterwelt"

220 Polizisten waren in Berlin im Einsatz gegen einen Clan. Zuvor hatte es Zeugenaussagen gegeben. Das macht dem Innesenator Hoffnung.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU).

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU).

Foto: dpa

Nach dem Großeinsatz der Berliner Polizei gegen mutmaßlich kriminelle Mitglieder einer arabischen Großfamilie hat sich Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) zufrieden gezeigt. „Dieser Schlag gegen die Organisierte Kriminalität zeigt, dass der Staat entschlossen gegen die Unterwelt vorgeht“, sagte Henkel am Dienstag. Berlin dulde keine rechtsfreien Räume. „Das gilt für kriminelle Mitglieder arabischstämmiger Großfamilien genau wie für jeden anderen in unserer Stadt.“

Sechs Tatverdächtige wurden bei dem Einsatz am Dienstagmorgen festgenommen. An ihm waren nach Polizeiangaben 220 Polizisten, darunter 60 Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos, beteiligt.

Henkel sagte, die Ermittler erhofften sich von der Razzia den Nachweis von schweren Straftaten. "Dass es Aussagen von Zeugen gibt, ist ungewöhnlich für dieses Milieu", sagte er laut Mitteilung der Senatsverwaltung. "Das ist eine wichtige Botschaft: Fällt die Mauer des Schweigens, können die Sicherheitskräfte noch konsequenter handeln. Es wäre gut, wenn dadurch auch andere ermutigt werden, über die Szene auszupacken.”

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