Einsatz gegen Hundehasser

„Giftköderalarm Berlin“: 124 Warnungen im ersten Jahr

Mit Nägeln präparierte Köder, Gift in Leckerli: Gegen Hundehasser kämpfen zwei CDU-Politiker mit ihrer Seite „Giftköderalarm Berlin“.

Ein Zettel warnt in einem Berliner Park vor ausgegten Giftködern

Ein Zettel warnt in einem Berliner Park vor ausgegten Giftködern

Foto: Florian Schuh / dpa

„Wir haben im ersten Jahr eine Reihe von traurigen Schicksalen erlebt, wo Hundehaltern ihre Tiere im wahrsten Sinne des Wortes in den Armen verstorben sind“, sagt Thorsten Schatz, CDU-Bezirksverordneter aus Spandau. Zusammen mit seinem Parteikollegen Kai Wegner gründete er vor einem Jahr die Initiative „Giftködereralarm Berlin". Auf einer Facebook-Seite informieren sich Hundebesitzer gegenseitig über Gefahrenquellen für ihre Tiere. Das seit Januar 2016 um drei Ehrenamtliche angewachsene Team prüft jede Meldung vor der Veröffentlichung.

>>>Hundehalter geben Dutzende Hinweise auf Giftköder<<<

Anlässlich des einjährigen Bestehens der Aktion zogen Schatz und Wegner eine erste Zwischenbilanz. Demnach wurden im ersten Jahr 124 Warnungen vor gefundenen Giftködern abgesetzt, die meisten in Reinickendorf (20). Auf den Plätzen folgen Spandau (14) und Treptow-Köpenick (12).

Für das zweite Jahr haben sich Kai Wegner, Thorsten Schatz und das Team einiges vorgenommen: So soll unter der bereits eingerichteten Adresse www.giftkoederalarm-berlin.de eine eigene Internetseite entstehen, die das Informationsangebot deutlich ausweitet.

Zudem würden noch im Frühjahr 2016 erste eigene Anti-Giftköder-Trainings angeboten, die für die Teilnehmer kostenlos seien. Auch weitere Suchaktionen mit Hundehaltern in von Giftködern besonders betroffenen Gebieten werde es wieder geben, kündigten Schatz und Wegner an.