Wegbier-Debatte

Yzer denkt auch über Alkoholverbot auf der Straße nach

Eine Flasche Bier in einem Bierglas hängt an einem Baum am Mauerpark an der Bernauer Straße. Um das Wegbier ist in Berlin nun eine Debatte entbrannt

Eine Flasche Bier in einem Bierglas hängt an einem Baum am Mauerpark an der Bernauer Straße. Um das Wegbier ist in Berlin nun eine Debatte entbrannt

Foto: Jens Kalaene / picture alliance / ZB

Wirtschaftssenatorin Yzer sorgt sich um die Auswüchse des Party-Tourismus, schließt ein Alkoholverbot auf der Straße nicht aus.

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) hält den Tourismus in Berlin nicht für ausgereizt. „Da sehe ich noch lange keine Grenze. Wir haben jetzt 30 Millionen Übernachtungen im Jahr. Das ist in der Tat eine Rekordzahl. Da muss man auch sicherlich darauf achten, dass Auswüchse verhindert werden“, sagte sie. Doch auch bei 35 Millionen wäre die Belastungsgrenze „mit Sicherheit nicht“ erreicht.

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Gleichwohl arbeite der Senat zusammen mit der Tourismusorganisation Visit Berlin an Akzeptanzprojekten. „Wir machen viel inzwischen an Projekten, wo es darum geht, auch Touristenströme ein Stück zu lenken. Das wird nur begrenzt gelingen, denn natürlich, wer zum ersten Mal nach Berlin kommt, will zum Brandenburger Tor und nicht nach Köpenick.“

Zu dem Problem laut feiernder Jugendlicher in bestimmten Szenevierteln sagte sie: „Ob man da auch im Laufe der Zeit, wenn die Auswüchse zunehmen, zu rigorosen Maßnahmen wie einem Alkoholverbot auf der Straße greift, das würde ich nicht ausschließen. Aber immer nur da, wo Auswüchse vorhanden sind“, fügte die Senatorin hinzu.

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Yzer erinnerte daran, dass ein Großteil der Berlin-Besucher Kongressgäste seien, sie seien hochwillkommen und würden nicht als störend empfunden. „Da wollen wir eine Menge tun, um hier Kongresskapazitäten weiter aufzubauen.“ Berlin habe auch „eine wachsende Zahl an Touristen, die immer wieder in die Stadt kommen, die Berlin als Einkaufsstadt zu schätzen wissen.“ In City-Lagen mache der Einzelhandel rund die Hälfte des Umsatzes durch Touristen.

( dpa )