Flüchtlingsunterkünfte

Senat will erste Turnhallen Mitte Mai freigeben

Ganz oben auf der Liste stehe das Horst-Körber-Zentrum am Olympiastadion in Charlottenburg, weitere Turnhallen sollen folgen.

Die Sporthalle am Olympiapark in Charlottenburg

Die Sporthalle am Olympiapark in Charlottenburg

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Die erste der in Flüchtlingsunterkünfte umgewandelten Berliner Turnhallen soll Mitte Mai wieder für den Sport freigegeben werden. Senatssprecherin Daniela Augenstein bestätigte am Sonnabend auf Nachfrage einen entsprechenden Bericht der „Berliner Zeitung“. Flüchtlingsstaatssekretär Dieter Glietsch arbeite an einem Plan für die Umsetzung.

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In Absprache mit den betroffenen Senatsverwaltungen und den Bezirken würden derzeit die Kriterien für die Räumungen festgelegt, so Augenstein. Ganz oben auf der Liste stehe das Horst-Körber-Zentrum am Olympiastadion in Charlottenburg, das für den Spitzen- und Leistungssport wichtig sei. Nach und nach sollen dann weitere Hallen folgen, zum Beispiel Turnhallen von Schulen, in denen Sportprüfungen stattfinden.

Bedingung sei, dass trotzdem ein Puffer von rund 2500 Plätzen für Flüchtlinge vorhanden ist, sagte Augenstein. Flüchtlinge sollten möglichst auch nicht aus ihrem Umfeld gerissen werden, indem sie in Unterkünften am anderen Ende der Stadt unterkommen.

„Es war immer Anspruch des Regierenden Bürgermeisters, dass wir Turnhallen so schnell wie möglich wieder freiziehen können, und es ist gut, dass jetzt intensiv daran gearbeitet wird“, so Augenstein.