Lebenslange Haft

Urteil rechtskräftig: Revision im Maskenmann-Fall abgelehnt

Das Urteil im Prozess gegen den "Maskenmann" ist rechtskräftig. Mario K. soll in Brandenburg zwei Millionärsfamilien überfallen haben

Kurz vor der Urteilsverkündung im "Maskenmann"-Prozess: Der Angeklagte Mario K. (l.) spricht mit seinem Anwalt Axel Weimann (Juni 2015)

Kurz vor der Urteilsverkündung im "Maskenmann"-Prozess: Der Angeklagte Mario K. (l.) spricht mit seinem Anwalt Axel Weimann (Juni 2015)

Foto: Patrick Pleul / dpa

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision im „Maskenmann“-Prozess um Überfälle auf Millionäre verworfen. Das sagte der Anwalt des Angeklagten Mario K., Axel Weimann, den Zeitungen „Märkische Allgemeine“ (MAZ) und „Potsdamer Neueste Nachrichten“. Der BGH hat die Entscheidung noch nicht veröffentlicht.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte Mario K. im Juni vergangenen Jahres unter anderem wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei dem spektakulären Prozess war es um die Entführung eines Bank-Managers sowie um Überfälle auf eine Millionärsfamilie südöstlich von Berlin gegangen. Der angeklagte frühere Dachdecker, der zuletzt in Berlin gewohnt hatte, hatte die Vorwürfe in dem Indizienprozess bestritten. Der Täter hatte bei den Überfällen immer eine Art Imkermaske getragen.

Die Revision hatten Verteidigung und Nebenklage eingelegt. Der Verteidiger sprach mit Blick auf die Entscheidung des BGH von einem „Fehlurteil“. Weimann sagte der „MAZ“: „Die Suche nach Beweisen gegen den oder die wahren Täter geht weiter.“ Wenn solche Beweise auftauchten, werde er die Wiederaufnahme beantragen.