Berlin

Nach Unfall: BVG kann nur zwei ihrer vier Elektro-Busse einsetzen

Die Buslinie 204 ist eigentlich Berlins Vorzeige-Linie in Sachen Ökologie. Sollen doch zwischen den Bahnhöfen Zoo und Südkreuz nur Fahrzeuge unterwegs sein, die die Umwelt weder mit Stickoxiden, noch mit Rußpartikeln belasten. Doch bei dem von der Bundesregierung mit mehr als vier Millionen Euro geförderten Projekt für das „Schaufenster Elektromobilität“ kommt es immer wieder zu Pannen und Ausfällen.

Auch aktuell fahren auf der sechs Kilometer langen Strecke nur zwei der insgesamt vier eigens für das Modellvorhaben angeschafften Busse. Weil das für den Linienbetrieb nicht reicht, setzt die BVG auch zwei Busse mit herkömmlichem Dieselantrieb ein. Dieses Mal sind es aber keine Probleme mit dem innovativen Ladesystem Primove, die in der Vergangenheit mehrfach für Ausfälle gesorgt haben. So ist ein E-Bus, der vom polnischen Hersteller Solaris gebaut und von den deutschen Unternehmen Vossloh-Kiepe und Bombardier mit spezieller Elektrik ausgerüstet wurden, zurzeit auf dem Weg zu einer Konferenz zum Thema „Schaufenster Elek­tromobilität“, die am 14. und 15. April in Leipzig veranstaltet wird.

Ein weiterer Bus steht seit einem Unfall still, der sich bereits vor gut einer Woche ereignet hat. „Der Bus hat eine Straßenlaterne touchiert“, bestätigte BVG-Sprecher Markus Falkner. Ersatzteile seien bereits bestellt. Weil es sich jedoch um eine Sonderanfertigung handele, könnte die Lieferung noch etwas dauern. Es sei daher unklar, wann der Bus wieder einsatzbereit ist.