Betrugsserie

Berliner Zahnärztin bestellt Praxismöbel und bezahlt nicht

Eine 60-Jährige hat vor Gericht gestanden, in rund 50 Fällen Einrichtungsgegenstände gekauft, aber nicht bezahlt zu haben.

Eine Zahnärztin hat Betrügereien im Zusammenhang mit der geplanten Eröffnung einer Praxis zugegeben. Grundsätzlich seien die Vorwürfe der Anklage zutreffend, erklärte die 60-Jährige am Donnerstag zu Prozessbeginn vor dem Berliner Landgericht.

Mitangeklagt ist der damalige Lebensgefährte der Frau. Laut Anklage soll die hoch verschuldete Ärztin in 52 Fällen Verträge für Einrichtungsgegenstände abgeschlossen haben, ohne bezahlen zu können. An zwei Taten sei der 74 Jahre alte Mitangeklagte beteiligt gewesen. Der Schaden belaufe sich auf knapp 300.000 Euro.

Zu den Unregelmäßigkeiten war es Ermittlungen zufolge in den Jahren 2008 und 2009 gekommen, als die Angeklagten eine Zahnarztpraxis in Österreich eröffnen wollten. Die Verteidiger sagten, der 74-Jährige sei nur im Falle eines Vertrags über ein Fahrzeug für die Praxis beteiligt gewesen. Das Auto sowie bestellte Einrichtungsgegenstände seien an die Firmen zurückgegangen.