Müll nach Flashmob

Kissenschlacht in Berlin: Müssen die Kämpfer jetzt zahlen?

Wilde Kissenschlacht am Pariser Platz: Zurück bleiben Federn und die Müllkosten. Jetzt könnten die Teilnehmer zur Kasse gebeten werden.

Teilnehmer des "Pillow Fight Day" liefern sich am Brandenburger Tor eine Kissenschlacht

Teilnehmer des "Pillow Fight Day" liefern sich am Brandenburger Tor eine Kissenschlacht

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Fliegende Federn vor dem Brandenburger Tor: Vor dem Berliner Wahrzeichen tobte am vergangenen Sonnabend eine riesige Kissenschlacht. Die etwa 100 Teilnehmer kamen nicht zufällig zusammen. Der sogenannte "Pillow Fight Day" findet jedes Jahr am ersten April-Sonnabend in Städten auf der ganzen Welt statt.

Doch wer bezahlt eigentlich die Reinigungskosten nach der Aktion am Brandenburger Tor? Denn nach der Kissenschlacht schwebten Unmengen Federn durch die Luft und verteilten sich über den nicht nur bei Touristen beliebten Pariser Platz.

Die etwa 100 Teilnehmer waren einem Aufruf im Internet zum „Pillow Fight Day“ gefolgt und mit Kissen bewaffnet zum Berliner Wahrzeichen gepilgert. Dort schlugen sie sich die Kissen gegenseitig um die Ohren, bis die Federn flogen.

Doch diese Aktion war nach Angaben der Polizei nicht genehmigt. Daher hatten die Ordnungshüter 16 Teilnehmer mit Namen und Adressen erfasst. Diese Angaben wird die Polizei an den Bezirk Mitte übergeben, hieß es bei der Pressestelle der Behörde.

Die notwendigen Reinigungsarbeiten könnten so vom Bezirk den erfassten Teilnehmern in Rechnung gestellt werden. Doch vom Bezirk gibt es bislang weder Angaben über die Höhe der Kosten, noch ob die bekannten Kissen-Kämpfer zur Kasse gebeten werden.

Berlin hatte zum neunten Mal an der globalen Kissenschlacht teilgenommen. Als Veranstalter ist bei Facebook eine Seite namens "Breaking Berlin" aufgeführt. Wer dahinter steht, ist allerdings unklar.

Federn in Berlin