Charlottenburg

Kudamm-Bühnen - Abgeordnete setzen Senat unter Druck

Der neue Investor will das  Kudamm-Karree sanieren und dabei das Theater in den Keller verlegen

Der neue Investor will das Kudamm-Karree sanieren und dabei das Theater in den Keller verlegen

Foto: Schoening Berlin / picture alliance / Arco Images

Bis zum 10. Juni muss der Berliner Senat seine Vorschläge, wie der Abriss der Kudamm-Bühnen verhindert werden kann, vorlegen.

Der Berliner Senat muss dem Abgeordnetenhaus bis zum 10. Juni einen Prüfbericht vorlegen, wie der Abriss der Kudamm-Bühnen verhindert werden kann. Das beschlossen die Koalitionsfraktionen SPD und CDU am Montag im Kulturausschuss bei Enthaltung der Opposition.

Grüne und Linke warfen den Regierungsparteien vor, das Problem mit dem Prüfauftrag zu vertagen. „Sie vernichten damit die Kudamm-Bühnen“, sagte die Grünen-Abgeordnete Sabine Bangert.

Der neue Investor will das sogenannte Kudamm-Karree sanieren und dabei das Theater in den Keller verlegen. Grüne und Linke hatten gefordert, die beiden Bühnen unter Denkmalschutz zu stellen und damit vor den Umbauplänen zu bewahren.

„Es ist nicht so, dass gleich die Abrissbirne droht“, konterte der CDU-Abgeordnete Michael Braun. Ziel des Koalitionsantrags sei, die Bühnen auch dann zu retten, wenn sich dies nicht über den Denkmalschutz erreichen lasse.

Die Zeit für eine Entscheidung wird knapp, weil der Ausschuss am 13. Juni seine letzte Sitzung vor der Sommerpause hat.

( dpa/msb )