Humboldt-Forum

Abgeordnete befürchten Betonwüste am Stadtschloss

Heftige Kritik haben die Pläne für das Umfeld des Humboldt-Forums ausgelöst. Politiker warnen vor einem "urbanen steinernen Platz".

Blick auf die Baustelle des Humboldt-Forum in Gestalt des Berliner Schlosses (Archifvfoto)

Blick auf die Baustelle des Humboldt-Forum in Gestalt des Berliner Schlosses (Archifvfoto)

Foto: euroluftbild.de / Robert Grahn / / FUNKE Foto Services

Die geplante Außengestaltung am Berliner Schloss ist im Abgeordnetenhaus auf heftige Kritik gestoßen. Im Kulturausschuss warnten Vertreter von CDU, Grünen und Piraten am Montag vor einer „Betonwüste“ um die rekonstruierte Preußenresidenz herum. „Das entspricht gar nicht unseren Vorstellungen“, erklärte der CDU-Abgeordnete Stefan Schlede. Grünen-Kulturexpertin Sabine Bangert sprach von einem „urbanen steinernen Platz mit Null Aufenthaltsqualität“.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher verteidigte dagegen die Entscheidung der Jury. Der Siegerentwurf erlaube eine zeitgemäße Gestaltung, die die historischen Bezüge des Ortes aufgreife. Offen ist bisher, ob der Neptunbrunnen und die Rossbändiger an ihre angestammten Plätze zurückkehren. Das Schloss soll von 2019 an unter dem Namen Humboldtforum ein Kunst- und Kulturzentrum werden. Für die Außengestaltung sind laut Lüscher 16,6 Millionen Euro vorgesehen.