Charlottenburg

City West - Rauch in der U-Bahn - ein Verletzter

Die U2 musste am Freitagabend wegen einer Rauchentwicklung in einem U-Bahnhof unterbrochen werden. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.

Die Feuerwehr ist am Freitagabend mit einem Großaufgebot zum U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz in Charlottenburg ausgerückt.

Ursache war eine Rauchentwicklung an einem U-Bahn-Zug, das bestätigte BVG-Sprecherin Petra Reetz der Berliner Morgenpost. Wie Feuerwehrsprecher Stephan Fleischer berichtete, hatte ein Aggregat an der Unterseite des Zuges Feuer gefangen. Als der Fahrer Rauch aufsteigen sah, schlug er Alarm und sorgte dafür, dass die Fahrgäste den Zug verließen. Die eintreffende Feuerwehr löschte die Flammen und begann anschließend damit, den Rauch aus der Station abzupumpen.

Wie die Untersuchung am Sonnabend ergab, handelte es sich um einen Defekt im Bremssystem.

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Die Feuerwehr war ab 18.20 Uhr mit einem Großaufgebot von 100 Mann im Einsatz und löschte das Feuer mit Kohlendioxid. Laut Polizei gibt es einen Verletzten, den Zugführer. Er habe den qualmenden Zug noch bis in den Bahnhof gefahren und sich laut Feuerwehr und BVG absolut vorbildlich verhalten, weil er dafür gesorgt habe, dass alle Fahrgäste sich in Sicherheit bringen konnten, bevor er selbst den U-Bahnhof verlassen habe.

Der Zugführer erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ein Rettungshubschrauber, der vorsichtshalber angefordert worden war, flog leer wieder ab.

Der Pressesprecher begründete den Großeinsatz damit, dass bei der Feuerwehr der Alarm "Brand in U-Bahn" eingegangen sei, worauf grundsätzlich ein Großaufgebot ausrückt, da theoretisch auch mit vielen Verletzten gerechnet werden müsse.

Der Kaiserdamm war in beide Richtungen zwischen Schloßstraße und Wundtstraße für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) warteten am Abend noch darauf, auf den Bahnsteig gehen und den Schaden an dem Zug und den Bahnanlagen aufnehmen zu können. Die Feuerwehr hatte nach den Worten Fleischers zeitweise rund 100 Helfer im Einsatz.

Die U2 war zwischen Theodor-Heuss-Platz und dem U-Bahnhof Deutsche Oper bis etwa 21.30 Uhr unterbrochen. Die Fahrgäste wurden gebeten, auf Busse umzusteigen.

Am benachbarten U-Bahnhof Bismarckstraße fuhren die Züge der U7 ohne Halt durch.