Dietmar Woidke

Brandenburg ist bereit für Berliner Flüchtlinge

Brandenburgs Ministerpräsident verhandelt über die Aufnahme von Flüchtlingen aus Berlin - aber nicht in den Messehallen Selchow.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verhandelt mit Berlin darüber, ob sein Land Flüchtlinge aus der Hauptstadt aufnimmt

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verhandelt mit Berlin darüber, ob sein Land Flüchtlinge aus der Hauptstadt aufnimmt

Foto: imago stock&people / imago/Martin Müller

Brandenburg ist grundsätzlich bereit, Berliner Flüchtlinge auf seinem Gebiet unterzubringen. „Wir sind mit Berlin im Gespräch und wenn das Ganze für Brandenburg leistbar ist, dann werden wir das tun“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. „Über Ergebnisse kann ich noch nicht berichten, weil wir noch keine endgültige Lösung haben.“

Die Messehallen in Selchow (Dahme-Spreewald), auf die Berlin ein Auge geworfen hatte, bleiben aus Woidkes Sicht aber als Notunterkunft ungeeignet. „Ich kann es mir bis zum heutigen Tag nicht vorstellen, dass 5000 Menschen, die in Messehallen in der Nähe von Schönefeld leben sollen, in die Gesellschaft intergriert werden können“, sagte der Regierungschef. „Das ist der entscheidende Punkt.“

>>>Berlin: Messehalle ist jetzt eine Reservequartier für Flüchtlinge

Daneben gebe es noch viele ungelöste rechtliche Fragen, wie den Brand- und Katastrophenschutz oder die Zuständigkeit der Polizei, betonte Woidke. „Einfach zu sagen, da stehen ein paar Messehallen leer, da bringen wir jetzt Leute unter, das ist eindeutig zu kurz gegriffen.“