Berlin-Treptow

Riesenrad im Spreepark soll sich wieder drehen

Offenbar gibt es konkrete Pläne, das alte Riesenrad in dem brachliegenden Freizeitpark in Berlin-Treptow zu reaktivieren.

Das alte Riesenrad im Spreepark

Das alte Riesenrad im Spreepark

Foto: Gregor Fischer / dpa

Das alte Riesenrad im brachliegenden Spreepark soll sich wieder drehen. "Wir haben schon mit dem holländischen Hersteller Vekoma Kontakt aufgenommen, der das Riesenrad gebaut hat", sagte Christoph Schmidt, Chef der landeseigenen Grün Berlin, die den Spreepark auf Vordermann bringen soll, der "B.Z.". Weiter sagte er dem Blatt: "Es wäre mein innerster Wunsch, dass es sich wieder dreht. Und politisch gibt es dafür Rückenwind.

Der Berliner Riesenrad-Schausteller Jürgen Lorenz sagt: "Das Rad im Spreepark ist noch kein Oldtimer. Aber es hat lange gestanden, man müsste genau untersuchen, wo der Rost zugeschlagen hat."

Führungen im Spreepark noch in diesem Jahr

Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass der Spreepark noch in diesem Jahr für Besucher öffnen soll. Grün-Berlin-Chef Schmidt will möglichst rasch Führungen über das Gelände anbieten. Dazu sei auch eine Teilöffnung denkbar.

Die Gesellschaft hatte das gesperrte und fast 40 Hektar große Areal zum Jahresbeginn vom Berliner Liegenschaftsfonds übernommen. 2016 sollen Gebäude und Fahrgeschäfte gesichert und ein Konzept für die Nutzung erarbeitet werden.

Für das Frühjahr ist eine Dialogveranstaltung geplant, bei der interessierte Bürger, Vereine und Initiativen über die Nutzung des Spreeparks beraten können. Erste Ideen gebe es bereits aus einem vor einigen Jahren veranstalteten Workshop.

Pläne für das "Eierhäuschen"

Wiederauferstehen soll auch das frühere Ausflugslokal „Eierhäuschen“. Nach den Plänen könnten dort wieder Gastronomen einziehen. Aufgrund der Größe werden sie sich das Gebäude laut Schmidt aber voraussichtlich mit Kunst- oder Kulturschaffenden teilen, die Grün Berlin im Spreepark ansiedeln möchte.

Allein das „Eierhäuschen“ wird mit sieben Millionen Euro aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur wachsende Stadt (Siwa) saniert. Weitere drei Millionen Euro aus dem Siwa-Topf fließen in die Sanierung des Geländes. Für den Betrieb stehen vom Land jährlich weitere 800.000 Euro zur Verfügung. Nach Einschätzung von Grün Berlin dürfte das aber kaum reichen.

Wachschutz kostet monatlich 40.000 Euro

Allein der Wachschutz schlägt demnach monatlich mit etwa 40.000 Euro zu Buche. Der ist dringend nötig: An manchen Tagen muss er den Angaben zufolge rund 250 Eindringlinge von dem gesperrten Gelände holen, darunter viele Reisende aus dem Ausland.

Auch künftig soll der an der Spree liegende Park Touristen anziehen. Dabei dürfte auch die Anreise ein Thema sein. Schmidt zufolge müssen noch Flächen für Parkplätze erweitert und die Busanbindung geprüft werden. „Spannend wäre die Frage: Wie kommt man mit dem Schiff hierher?“ Wie viele Gäste den Spreepark nach der Fertigstellung besuchen, sei noch schwer abzuschätzen. Wenn es gut laufe, seien 200.000 Besucher im Jahr denkbar.