Testlauf gescheitert

Wahl in Berlin könnte gefährdet sein

Ein Problelauf der neuen Software ist gescheitert. Berlins stellvertretende Landeswahlleiterin sieht die Wahlen im September in Gefahr.

Ein Sprecher der Innenverwaltung sagte, die Wahl sei nicht gefährdet

Ein Sprecher der Innenverwaltung sagte, die Wahl sei nicht gefährdet

Foto: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Ein halbes Jahr vor der Abgeordnetenhauswahl gibt es in Berlin Probleme mit der Wahlsoftware. Ein Testlauf des Programms im Februar sei „nicht gut gelungen“, sagte die stellvertretende Landeswahlleiterin Ulrike Rockmann am Freitag. Sie forderte ein Update der neuen Software, die im Januar in allen Bürgerämtern installiert worden ist. Ende April werde das Programm erneut in allen 12 Bezirken erprobt, sagte sie.

Innenverwaltung weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher der Innenverwaltung sagte, die Wahl sei nicht gefährdet. Die ersten Testläufe würden nie reibungslos funktionieren. Schwachstellen der Software würden nachgebessert werden.

„Da sich alle Testabläufe im vorgesehenen Zeitfenster bewegen und auch noch ausreichende Zeitpuffer bestehen, ist die sichere Durchführung der Berliner Wahlen am 18. September 2016 gewährleistet“, sagte der Sprecher der Berliner Morgenpost.

Vor jeder Wahl müssten sämtliche die Wahl unterstützenden Prozesse in Testläufen auf ihre Praxistauglichkeit geprüft werden, so der Sprecher. Da erfahrungsgemäß bei den ersten Testläufen nicht alles reibungslos funktioniere, würden solche Probeläufe schon immer sehr frühzeitig durchgeführt werden, um etwaigen Nachbesserungsbedarf rechtzeitig zu erkennen und beheben zu können. „So konnte in den zurückliegenden Jahren bisher stets eine ordnungsgemäße Wahl sichergestellt werden.“