Landtag

Abgeordnete beraten über Mega-Ställe: Proteste

Demonstration gegen Massentierhaltung am Brandenburger Landtag.

Demonstration gegen Massentierhaltung am Brandenburger Landtag.

Foto: dpa

Potsdam. Mit einem Trecker ziehen die Initiatoren des erfolgreichen Volksbegehrens gegen Massentierhaltung heute (11.30) Uhr vor den Brandenburger Landtag. Die Aktivisten wollen zwei Vertreter des Bündnisses für Agrarwende unterstützen, die die Forderungen nach einer artgerechteren Tierhaltung vor den Abgeordneten im Agarausschuss vertreten. Sie wollen erreichen, dass Großmastanlagen für Geflügel auf 40 000 und für Schweine auf maximal 2000 Tiere beschränkt werden.

Hauptstreitpunkt zwischen der Initiative und dem Landesbauernbund ist die Forderung nach einem Tierschutzbeauftragten und einem Klagerecht von Verbänden gegen die Genehmigung von Betrieben oder bei Missständen in der Tierhaltung. Denn die Landwirte befürchten eine langwierige Verzögerungen von Genehmigungsverfahren.

Der Landtag wird am 19. April in einer Sondersitzung über das Volksbegehren entscheiden. Sollte die rot-rote Mehrheit die Forderungen erneut ablehnen, sollen die Bürger kurz vor den Sommerferien (17. Juli) in einem Volksentscheid darüber abstimmen.

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