Explosion in City West

Kripo und Staatsschutz ermitteln in alle Richtungen

Nach der Explosion eines Autos in der City West gibt es viele offene Fragen. Ermittelt wird auch in Richtung Rocker-Kriminalität.

Sprengstoffexperten überprüften die Überreste des Wracks auf weitere Sprengmittel

Sprengstoffexperten überprüften die Überreste des Wracks auf weitere Sprengmittel

Foto: Steffen Pletl

Nach der Explosion eines Autos in der City West ermitteln Mordkommission und Staatsschutz in alle Richtungen. Laut einem Experten stellen sich mehrere Fragen, die es zu beantworten gilt: Etwa ob jemand einfach nur Sprengstoff transportiert habe, der versehentlich explodiert sei.

Ob es sich im einen selbst gebauten Sprengsatz handele. Oder ob es ein Sprengsatz war, der von Dritten gezielt im oder am Auto angebracht wurde, um damit den Fahrer gezielt zu töten.

Im letzten Fall müssten die Ermittler vor Ort aber so etwas wie einen Zeitzünder oder Hinweise auf eine ferngesteuerte Explosion finden.

Stammt das Opfer aus dem Rocker-Milieu?

Denkbar ist zudem ein Verbrechen im Umfeld der Organisierten Kriminalität, russische Mafia oder Rocker-Milieu könnten möglicherweise das Umfeld der Tat sein. An der Unglücksstelle an der Bismarckstraße vor Ort ist zudem Oberstaatsanwalt Michael von Hagen, der bei der Staatsanwaltschaft Berlin für Kapitalverbrechen zuständig ist. Er hat in der Vergangenheit immer wieder Ermittlungen auch im Bereich der Rockerkriminalität und der Organisierten Kriminalität geführt.

In der den Auseinandersetzungen zwischen Hells Angels und Bandidos in den vergangenen Jahren sind zumindest mehrfach Handgranaten im Einsatz gewesen. So wurde im Februar 2014 auf dem Gelände eines Bandidos-Chapters in der Provinzstraße in Wedding eine Handgranate gefunden. Die Granate explodierte aber nicht. Sprengstoff-Experten der Polizei sicherten die Handgranate.

Bereits im Dezember 2013 hatten Anwohner an der Provinzstraße einen lauten Knall gehört. Offenbar hatten Angels Angels die Granate auf das Grundstück geworfen. Verletzt wurde damals aber niemand.