Berlin

Bundesminister erhöht den Druck auf BER-Chef

Vor der Sondersitzung des Aufsichtsrats für den neuen Hauptstadtflughafen BER an diesem Freitag erhöht der Bund den Druck auf Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. „Ich nehme die Geschäftsführung beim Wort, die die Inbetriebnahme für Ende 2017 in Aussicht gestellt hat“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt der „Augsburger Allgemeinen“. Hintergrund der Äußerung sind neue Zweifel am Terminplan. Wie berichtet, gibt es neue Probleme an der Entrauchungsanlage. Die Eröffnung des BER könnte sich dadurch nochmals verzögern – bis zum Jahr 2018.

Dobrindt kritisierte auch das Vorgehen Mühlenfelds im Streit um den künftigen Regierungsflughafen. „Das wird nicht ohne Folgen bleiben“, drohte Dobrindt. Das Ministerium hatte die Sondersitzung veranlasst, nachdem Mühlenfeld den Mietvertrag für einen
Interimsstandort des geplanten Regierungsterminals außerordentlich gekündigt hatte. Dobrindt sagte, die Betreiber hätten „ohne jede Vorwarnung einfach einen Vertrag mit dem Bund gekündigt“. Tatsächlich hat der Aufsichtsrat diesen Interimsstandort – das Terminal A in Schönefeld – längst verworfen. Denn der Platz wird wegen der steigenden Zahl von Passagieren noch gebraucht.