Freilichtmuseum

Historische Gaslaternen-Sammlung soll ins Technikmuseum

Um Vandalismus-Schäden zu verhindern, soll die Sammlung in den Park des Deutschen Technikmuseums umgesetzt werden.

Gaslaternen im Berliner Gaslaternen-Freilichtmuseum im am Rande des Großen Tiergartens

Gaslaternen im Berliner Gaslaternen-Freilichtmuseum im am Rande des Großen Tiergartens

Foto: Manfred Krause / picture alliance / zb

Die historische Gaslaternen-Sammlung in Berlin soll aus dem Tiergarten in den Park des Deutschen Technikmuseums umziehen. Die Sprecherin des Technikmuseums, Tiziana Zugaro, bestätigte am Dienstag in Berlin entsprechende Überlegungen.

Damit sollen unter anderem weitere Vandalismus-Schäden an der Open-Air-Ausstellung der Gaslaternen verhindert werden. Allerdings müssten in den Gesprächen mit der Senatsbauverwaltung unter anderem noch die Kosten für die Umsetzung und den Betrieb der rund 90 Gaslaternen geklärt werden.

Widerstand gegen die Verlegung gibt es offenbar im Bezirksamt Mitte und bei der Berliner Tourismusmarketing. Ohne Not werde ein Ort aufgegeben, der international in den Stadtführern steht, sagte der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Christian Hanke (SPD). Auch Tourismus-Chef Burkhard Kieker will die Gaslaternensammlung lieber im Tiergarten belassen.

Gaslaternen aus der Zeit zwischen 1826 und 1956

Gegründet wurde das Freilichtmuseum den Angaben zufolge 1978. Es soll die umfangreichste Sammlung mit originalen und nachgebauten Gaslaternen in Europa sein. Die Leuchten stammen aus der Zeit zwischen 1826 und 1956 und erhellten früher in 25 deutschen und 11 weiteren europäischen Städten Gehsteig und Straße. Mit zunehmender Elektrobeleuchtung auf den Straßen wurden die Gaslaternen ausrangiert.

Die Laternen liegen an der Straße des 17. Juni vor dem Berlin-Pavillon und am Parkweg im Tiergarten bis zur Schleusenbrücke. Mit Einsetzen der Dämmerung werden sie beleuchtet. Die Laternen tragen eigentümliche Namen wie „Wilmersdorfer Witwe“, „Bullenbein“, „Bischofsstab“ oder „Großer Galgen“. Sollten die Leuchten in den umzäunten Park des Technikmuseums umziehen, sind Führungen in den Abendstunden geplant, erklärte die Museumssprecherin.