Prozess in Berlin

Berliner gesteht jahrelangen Missbrauch des eigenen Sohns

Die Übergriffe begannen, als der Junge drei Jahre alt war. Nun hat der 50-jährige Vater vor dem Landgericht ein Geständnis abgelegt.

Ein 50-jähriger Vater hat den jahrelangen sexuellen Missbrauch seines Sohnes gestanden. Vor dem Berliner Landgericht gab der Angeklagte 21 Übergriffe innerhalb von sechs Jahren zu. Sein Verhalten tue ihm aufrichtig leid, erklärte er zu Prozessbeginn am Dienstag. Der Junge war laut Anklage drei Jahre alt, als er erstmals Opfer des Vaters wurde. Als der Sohn 19 Jahre alt war, hatte er sich einer Tante offenbart und Strafanzeige gegen den Vater erstattet.

Der Angeklagte sagte, die Situation mit dem Jungen sei von Geburt an schwierig gewesen. Die Mutter habe die Familie verlassen. Er habe sich mit dem Kind überfordert gefühlt und schließlich Unterstützung von seiner Schwester erhalten. Zu den Übergriffen sei es in seiner damaligen Wohnung im Stadtteil Wedding gekommen. „Eine Erklärung für das Geschehen kann ich nicht geben“, so der Angeklagte.

Der Junge war acht Jahre alt, als ihn die Tante zu sich nahm. Danach sei es noch ein Jahr lang zu Übergriffen gekommen, wenn der Sohn den Vater besuchte. Der Angeklagte sagte, er wolle seinem inzwischen 20-jährigen Jungen eine intensive Befragung im Prozess ersparen. Die Verhandlung wird am 15. März fortgesetzt.