Flüchtlinge in Berlin

Millionenschäden in Turnhallen durch Notunterkünfte

Ein Architekt beziffert die Schäden auf rund 4,3 Millionen Euro. Doch dieser Betrag ist lediglich eine Zwischensumme.

Die Schäden in den beiden Turnhallen des Landessportbundes (LSB) in Berlin-Charlottenburg durch die Notunterbringung von Flüchtlingen sind weit größer als bisher angenommen.

Die Notunterbringung von Flüchtlingen hat in den beiden Turnhallen des Landessportbundes (LSB) in Charlottenburg Schäden verursacht, die sich auf rund 4,3 Millionen Euro summieren. In den Berechnungen eines vom Sportbund beauftragten Architekten, die der Berliner Morgenpost vorliegen, führt dieser die Kosten für die beiden Hallen des Horst-Korber-Zentrums auf dem Gelände des Olympiastadions detailliert auf.

Demnach fallen für Arbeiten an den beiden Hallenböden jeweils die größten Kosten an: 460.000 und 360.000 Euro. Maler- und Lackiererarbeiten samt Außenfassade schlagen mit 140.000 und 195.000 Euro zu Buche. Neue Innentüren in der Korber-Halle kosten 180.000 Euro. Der Senat will die Hallen erst von August an räumen. Der LSB fordert hingegen eine zügige Freigabe.

LSB-Chef Klaus Böger hatte kürzlich in einem Brief an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärt, „dass die langfristige Zweckentfremdung dieses Hightech-Zentrums auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zu rechtfertigen“ sei.

Unerfahrene und unqualifizierte Betreiber

Zugleich beklagte der Berliner Flüchtlingsrat im „Neuen Deutschland“, dass für den Betrieb der rund 50 Turnhallen in Berlin oft unerfahrene und unqualifizierte Betreiber genommen würden. Bei den Notunterkünften käme es meist nur darauf an, möglichst schnell eine Notunterkunft für Flüchtlinge aus dem Boden zu stampfen.

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