Trotz Verbots

Straßenhändler bot in Berlin Mützen aus Katzenfell an

Es wurde nach Hund gesucht - und Katze gefunden. Der Verkäufer muss nun mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Schapkas, Rote-Armee-Mützen sowie andere Souvenirs an einem Verkaufsstand.

Schapkas, Rote-Armee-Mützen sowie andere Souvenirs an einem Verkaufsstand.

Foto: dpa

Trotz Verbots hat ein Straßenhändler in Berlin eine Mütze aus Katzenfell angeboten. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Senatsverwaltung für Verbraucherschutz auf eine parlamentarische Anfrage der CDU hervor.

Demnach wurde bei einer Untersuchung beschlagnahmter Mützen auch Katzenfell gefunden. Bei einigen Proben besteht zudem der Verdacht, dass es sich um Hundefell handelt. Den Angaben zufolge ließ es sich allerdings nicht von Wolfsfell unterscheiden.

Bereits im Dezember war bekanntgeworden, dass ein Händler verbotenerweise Mützen mit Hundefell verkauft hatte.

Geldbußen bis 30.000 Euro möglich

In der EU ist der Handel mit Katzen- und Hundefellen seit Ende 2008 verboten. Verstöße können der Senatsverwaltung zufolge mit einer Geldbuße bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Für Schlagzeilen hatte der Fall eines fliegenden Händlers am Alexanderplatz gesorgt, bei dem die Polizei nach einer Anzeige Anfang November angeblich aus Hundefell gefertigte Mützen sicherstellte. Das Ordnungsamt kontrollierte daraufhin noch andere Verkäufer.