Statistisches Bundesamt

Lebenserwartung von Berlinern auf Rekordwert

Berliner leben immer länger. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes werden neugeborene Kinder so alt wie noch nie.

Die Berliner leben heute durchschnittlich fünf Jahre länger, als noch vor zwanzig Jahren. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes hervor.

Lag die Lebenserwartung bei neugeborenen Mädchen im Jahr 1995 bei rund 78 Jahren, so liegt das zu erwartende Alter heute bei rund 82 Jahren und 11 Monaten. Neugeborene Jungs können sich immerhin auf 77 Jahre und neun Monate freuen, es sind fünf Jahre und neun Monate mehr als im Jahr 1995.

„Die Lebenserwartung steigt seit Jahren kontinuierlich"

„Die Lebenserwartung steigt seit Jahren kontinuierlich", sagte ein Statistiker. Deshalb seien es Rekordwerte. In den vergangenen zehn Jahren, also seit 2009, erhöhte sich die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland bei Jungen um mehr als zwei Jahre, bei Mädchen um anderthalb Jahre.

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte, gelten die positiven Prognosen auch für ältere Menschen. So haben 60-jährige Männer in Berlin noch rund 21 Jahre vor sich. Gleichaltrige Frauen erreichen in der Hauptstadt statistisch gesehen das 85. Lebensjahr.

Grundlage der Prognosen ist eine Modellrechnung. Dafür wertete das Statistische Bundesamt alle Sterbefälle von 2012 bis 2014 und weitere Bevölkerungsdaten aus.

Allerdings leben Berliner im Durchschnitt etwas kürzer als die übrigen Deutschen. Im Bundesschnitt sind es bei Mädchen 83,05 und für Jungen 78,13 Jahre.

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