Oscars 2016

Müller und Grütters werben in Hollywood für Filmstadt Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister und die Kulturstaatsministerin touren zur Oscar-Verleihung gemeinsam durch Los Angeles.

Monika Grütters und Michael Müller beim Empfang der deutschen Oscar-Anwärter in der Villa Aurora bei Los Angeles

Monika Grütters und Michael Müller beim Empfang der deutschen Oscar-Anwärter in der Villa Aurora bei Los Angeles

Foto: Barbara Munker / dpa

Für Deutschland als Drehort und Berlin als Filmstadt haben Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Michael Müller (SPD), der Regierende Bürgermeister von Berlin, in Hollywood geworben. "Die deutsche Filmkunst kann sich im Ausland sehen lassen", sagte Grütters bei dem traditionellen Empfang der deutschen Oscar-Anwärter in der Villa Aurora bei Los Angeles.

Auf einer Party des Studios Babelsberg, Koproduzent von "Bridge of Spies – Der Unterhändler", wollten die Delegationen am Abend die Oscar-Verleihung miterleben. Der Film war von Regisseur Steven Spielberg in Berlin an Originalschauplätzen und in Babelsberg gedreht worden und für sechs Oscars nominiert.

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Müller: Filmförderung hat wirtschaftliche Relevanz

Müller betonte in einem Pressegespräch, dass die Filmförderung nicht nur eine kulturelle Frage, sondern wegen der damit verbundenen Arbeitsplätze auch eine wirtschaftspolitische Relevanz habe. Es gäbe einen "harten Konkurrenzkampf" mit osteuropäischen Ländern, aber auch mit Kanada, Großbritannien und Frankreich, die mit Steuervergünstigungen und großen Summen Projekte an Land ziehen würden.

Er wolle bei seinen Gesprächen die hohe Qualität der Berliner Filmbranche herausstellen, sagte Müller. Grütters sieht es als ihre "Mission" an, den deutschen Film international noch besser zu vermarkten und dafür zu sorgen, dass es "kulturell anspruchsvolle Filme in die Wettbewerbe schaffen".

Für die beiden Politiker standen unter anderem ein gemeinsamer Besuch bei Warner Bros. Pictures, einem der großen Hollywood-Studios, an.

Zu Besuch in der Partnerstadt Los Angeles

Müller ist aber nicht nur wegen der Filmwirtschaft in Berlins Partnerstadt Los Angeles gereist. Mit Bürgermeister Eric Garcetti wird er am Montag auch darüber sprechen, wie die seit 1967 bestehende Verbindung beider Metropolen zum 50. Geburtstag im kommenden Jahr auf eine neue Ebene gehoben werden kann.

Am Sonntag besuchte Müller das Jet Propulsion Laboratory, in dem Raumsondenprojekte für die Nasa entwickelt werden. Anschließend war er zu Gast im Getty Research Center, wo er ein Gespräch mit dem Direktor Thomas W. Gaehtgens führte, dem früheren Professor für Kunstgeschichte an der FU Berlin. Er pflanzte auch – wie seine Vorgänger – einen Baum im Berlin Forest im Griffith Park. "Drum pflanze einen Baum, wo du freundschaftlich empfangen wirst", kommentierte Müllers mitgereister Senatskanzleichef Björn Böhning auf Twitter.

Am Montag besucht Müller den Google YouTube Space Los Angeles und spricht danach mit Firmenchefs, Gründern, Risikokapitalgebern und Multiplikatoren über die Berliner Erfahrungen mit der Förderung von Start-Up-Unternehmen.

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