Leipziger Straße

Flashmob für Sanierung der U-Bahn an der Mall of Berlin

Stillstand an der Leipziger Straße. Ein Flashmob sorgte dort für Aufsehen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmer rief dazu auf.

An der Mall of Berlin hat der Verband Deutscher Verkehsunternehmer  einen Flashmob organisiert

An der Mall of Berlin hat der Verband Deutscher Verkehsunternehmer einen Flashmob organisiert

Foto: Steffen Pletl

Dienstag. 12.45 Uhr. Leipziger Straße. Im täglichen Gewusel bleiben 60 Menschen unvermittelt vor der Mall of Berlin stehen. Sie verharren in ihrer Bewegung wie eingefroren. Nur wenige Sekunden haben neugierige Passanten an der Leipziger Straße wahrgenommen. Es handelte sich um einen Flashmob, den der Verband Deutscher Verkehrsunternehmer anlässlich der Sondersitzung der Verkehrsminister Konferenz der Bundesländer initiiert hatte.

Der Verband wollte damit den drohenden Stillstand sowie die Einschränkung der Mobilität darstellen. Er beklagt, dass die Bundesregierung nicht umfassend in notwendige Infrastrukturmaßnahmen investiere.

Mit der Aktion gegenüber des Tagungsortes der Verkehrsminister an der Leipziger Straße fordert der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen für den öffentlichen Nahverkehr mehr Geld bereitzustellen.

„Es gibt einen erheblichen Sanierungsbedarf, um die Systeme U-Bahn und Straßenbahn am Laufen zu halten“, sagt Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutscher Verkehrsunternehmen.

Nach Angaben des Verbandes wächst der Sanierungsbedarf an Straßen und Verkehrswegen täglich bundesweit um mehr als 12 Millionen Euro. Insgesamt 51 Milliarden Euro betrage derzeit der Sanierungsrückstau und er wächst je Minute um 8680 Euro.