Kreuzberg

„Stadtklause“-Wirt entsetzt über Anschlag auf sein Lokal

Unbekannte haben in der Nacht zu Montag einen Farbanschlag auf das Gasthaus verübt. Die Reparatur der Schäden wird lange dauern.

Franz-Josef Göbel, der Wirt der Stadtklause, kann nicht verstehen, warum sein Lokal zur Zielscheibe des Farbangriffs wurde

Franz-Josef Göbel, der Wirt der Stadtklause, kann nicht verstehen, warum sein Lokal zur Zielscheibe des Farbangriffs wurde

Foto: Steffen Pletl

Das kleine Gasthaus „Stadtklause“, versteckt in einer Seitenstraße zwischen dem geschichtsträchtigen Anhalter Bahnhof und den futuristischen Bauten am Potsdamer Platz, ist kein unbekannter Ort.

Das historische Lokal ist beliebt - sowohl bei Berlinern als auch bei Berliner Gästen. Ein Rückzugsort, an dem man bei warmen Hausmannspeisen und einem kalten Bier Gespräche führen kann.

Umso größer war das Entsetzen, als eine Mitartbeiterin der Stadtklause am Montagmorgen entdeckt hatte, dass das Lokal zum Ziel eines Anschlags wurde. "Die oder der Täter hat in der Nacht eine Fensterscheibe zerschlagen und offenbar mit einem umfunktionierten Feuerlöschgerät etwa sieben Meter weit schwarze Lackfarbe versprüht", sagt der Wirt Franz-Josef Göbel.

Zwar ist es den Angreifern nicht gelungen, durch die vergitterten Fenster in das Innere der Stadtklause einzudringen, dennoch hat die Farbe massive Spuren an den Wänden und auf dem Boden hinterlassen.

„Wer und warum dieser Vandalismus unsere Gaststätte getroffen hat, ist für mich nicht nachvollziehbar“, so Göbel. Den Schaden zu beheben, werde etwas Zeit beanspruchen.

Solange sei auch die Ausstellung in den historischen Kellergewölben für die Besucher nicht zugänglich. Die aktuelle Ausstellung zeigt Eindrücke aus dem Nachkriegsberlin rund um den Anhalter Bahnhof.

In den letzten Wochen kam es vermehrt zu entsprechenden Angriffen in Berlin. Dazu mehr: