Sicherheit

14.765 Videokameras überwachen Berliner im öffentlichen Raum

Mehr als 13.000 Kameras überwachen in Berlin den öffentlichen Nahverkehr, hinzu kommen weitere Kameras an öffentlichen Gebäuden.

14.765 Videokameras überwachen derzeit nach offiziellen Angaben den öffentlichen Raum in Berlin. Davon werden rund 13.640 im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt, wie aus einer Antwort der Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Piraten-Abgeordneten Christopher Lauer hervorgeht.

Beobachtungen in Echtzeit seien bei rund 3270 Kameras möglich, darunter sind etwa 2370 Standorte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Weitere Echtzeitkameras gibt es den Angaben zufolge etwa an Universitäten, den Senatsverwaltungen, bei Polizeigebäuden und Bezirksämtern. Kameras von Privat- und Geschäftsleuten sind in dieser Statistik nicht erfasst.

Innensenator Frank Henkel (CDU) erwägt, die Speicherfrist für Videoaufnahmen im öffentlichen Nahverkehr zu verlängern. Derzeit werden sie nach 48 Stunden gelöscht. Mit Hilfe von Videodaten könnten zum Beispiel Tatverdächtige identifiziert werden, argumentiert die Innenverwaltung.

Datenschützer sehen Videoüberwachung kritisch. Betont wird zum Beispiel, dass Straftaten dadurch nicht verhindert würden. Stattdessen werde die persönliche Freiheit eingeschränkt.

Etwa im Fall der verschwundenen Jungen Mohamed und Elias hatten Ende Oktober 2015 Videoaufnahmen zu dem mutmaßlichen Entführer und Mörder geführt. Daraufhin war eine Debatte darüber entbrannt, ob etwa Spielplätze videoüberwacht werden sollten.