Best of Berlin

Verliebt durch Berlin: 10 Tipps für den Valentinstag

Am Sonntag ist Valentinstag. Wir haben zehn Tipps für Verliebte, wie man den Tag besonders romantisch in Berlin verbringen kann.

Küsse in der Dämmerung: Ein verliebtes Paar auf der Oberbaumbrücke in Berlin

Küsse in der Dämmerung: Ein verliebtes Paar auf der Oberbaumbrücke in Berlin

Foto: Hannibal Hanschke / picture alliance / dpa

Friedrichshain: Hier gibt es noch Platz für Herzensschlösser

Liebesschlösser an Brücken aufhängen, für frischverliebte Pärchen eine große Freude, die jedoch vielerorts inzwischen verboten ist. An der East Side Gallery, gegenüber der Mercedes-Benz Arena gibt es eine rostige Gittertür, die ebenfalls zum Liebesschloss-Ort erklärt wurde. Doch auch hier gibt es nicht nur rosarote Wolken. Zwar finden die einen, dass Mauern die Liebe nicht trennen können. Die Gegner der Herzensschlösser merken an, dass die Berliner Mauer als Ort von Gewalt und Trennung dafür wahrlich nicht der geeignete Ort sei.

East Side Gallery, Mühlenstraße, Friedrichshain, Bus 248 East Side Gallery, rund um die Uhr

Tiergarten: Beste Aussicht für die Liebe in luftiger Höhe

Es muss ja nicht die ganze Welt sein. Aber man kann seiner Liebe Berlin zu Füßen legen. Vom Funkturm, Fernsehturm und Panoramapunkt am Potsdamer Platz geht das bequem mit dem Aufzug. Die Aussichtsplattform des Panoramapunktes erreicht man sogar im schnellsten Aufzug Europas. Gerade einmal 20 Sekunden, dann befindet man sich auf der 25. Etage in 100 Metern Höhe. Um auf die Liebe anzustoßen, muss man allerdings wieder hinunter fahren. Während der Berlinale bleibt das Panoramacafé im 24. Stock für die Öffentlichkeit, Romantiker inklusive, geschlossen.

Panoramapunkt im Kolhoff-Tower, Potsdamer Platz 1, Tiergarten, U2, S1, 2, 25 Potsdamer Platz, tägl. 10–18 Uhr, letzte Auffahrt 17.30 Uhr, 6,50 Euro, erm. 5 Euro, Tel. 25 93 70 80, www.panoramapunkt.de

Charlottenburg: Ein Schloss, ein Herz und gleich zwei Kronen

3Der Liebe die Krone aufsetzen, lässt sich, zumindest theoretisch, im Museum. Zwei Kronen, genauer Kronkarkassen, da die Edelsteine fehlen, sind Teil der rund 600 Exponate umfassenden Sammlung „Silberkammer und Kronschatz der Hohenzollern“ im Charlottenburger Schloss. Angefertigt wurden sie 1701 zur Thronbesteigung von König Friedrich I. und seiner Gattin Sophie Charlotte. Sie gelten als wichtigste Insignien der ehemaligen preußischen Monarchie. Trotz fehlender Steine beeindruckt ihr Anblick.

Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 10–22, Charlottenburg, Bus M45, 309 Schloss Charlottenburg, Bus M45, 109 Luisenplatz/Schloss Charlottenburg, Di.–So. 10–17 Uhr, 10–12 Euro, erm. 7–9 Euro, Tel. 320 91-0, www.spsg.de

Lichterfelde: Romantik zwischen Kamelien und Brautmyrte

"Im Sommer kann man im Mittelmeerhaus des Botanischen Gartens heiraten. Freie Termine gibt es noch im August und September“, so Sprecherin Gesche Hohlstein. Romantische Spaziergänge bieten sich am Valentinstag an. „Das ‚Kamelienhaus’ präsentiert sich derzeit als blühender Wald voller roter, weißer und rosafarbener Blüten“, schwärmt Hohlstein. „Liebespflanzen“, der Bedeutung oder dem Namen nach, blühen im Mittelmeerhaus: Jelängerjelieber, Brautmyrte oder der für Liebe und Treue stehende Rosmarin.

Botanischer Garten, Königin-Luise-Platz, Lichterfelde, Bus X83, 101 Königin-Luise-Platz/Botanischer Garten, tägl. 9–17 Uhr, März bis 18 Uhr, 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, Tel. 83 85 01 00, Informationen im Netz unter www.bgbm.org

Kreuzberg: Spaziergang durchein buntes Blumenmeer

Blumen schenken oder zwischen Blumen wandeln? Letzteres macht die Messe „Gartenträume 2016“ möglich. „Sie findet zum vierten Mal in Berlin statt. Rund 100 Aussteller, darunter Floristen, Gartenbaubetriebe, Landschaftsarchitekten und Gartenmöbelhersteller widmen sich dem Thema Garten“, sagt Projektleiterin Anke Snieder. Wie man beispielsweise für „Farbenspiele im Garten“ sorgt, präsentiert Fernsehgärtner Hellmuth Henneberg zusammen mit den „Strauchpoeten“ (Halle 3, Sonnabend und Sonntag, 14.30–14.45 Uhr).

Station Berlin am Gleisdreick, Luckenwalder Str. 4–6, Kreuzberg U1, 2 Gleisdreieck, heute und morgen (13.+14.2.) 10–18 Uhr, 8 Euro, Informationen im Netz unter www.gartentraeume.com

Grunewald: Richtig den Hofmachen aus der Vogelperspektive

6 „,Von Träumen, Luftikussen und Beziehungskisten – nicht nur bei Menschen’“, stellt Sprecherin Bettina Funke das „Valentintagsspezial“ im Ökowerk vor. Spannend ist etwa der Vortrag „Zum Valentinstag eine ungewohnte Perspektive“ (11–12.30 Uhr), in dem Buchautor Ernst Dörfler den Blick auf die Vogelwelt richtet: Seit Millionen Jahren lassen sich die Männchen jede Menge einfallen um ein Weibchen für sich gewinnen und zu binden – nicht nur am 14. Februar.

Naturschutzzentrum Ökowerk, Teufelsseechaussee 22, Grunewald, S7 Grunewald, morgen (14.2.) 11–16 Uhr, Tel. 30 00 05-0, www.oekowerk.de

Mitte: Wenn das Violoncelloauf den Kontrabass trifft

„My Funny Valentine“ ist ein Lied aus dem Broadway-Musical „Babes in Arms“, das auch zum Repertoire von von Miles Davis, Frank Sinatra und Ella Fitzgerald gehörte. Und es ist der Titel einer Valentinstags-Matinee im Foyer. „Es werden Stücke rund um das Thema Liebe gespielt, unter anderem von Joseph Haydn und Béla Bartók“, sagt Sprecherin Andrea Röber. Dabei kämen die beiden Instrumente, die eine Beziehung zwischen Mann und Frau im wahrsten Sinne des Wortes verkörperten, zum Einsatz, das Violoncello und der Kontrabass.

Komische Oper, Behrenstr. 55–57, Mitte, U6 Französische Straße, U55 Brandenburger Tor, Tel. 20 26 00, www.komische-oper-berlin.de

Schöneberg: Wo Verliebte einen Blick ins Universum wagen

Schwebende Fische unter Wasser, ein Flug über die idyllische Landschaft Englands und der Blick ins Universum – im Planetarium wird es am Sonntag romantisch. „Ein buntes Programm mit viel Licht und Musik“, beschreibt Monika Staesche die Veranstaltung „Laser-Universum“. Bei der Lasershow geht es auf verständliche Weise um die Evolution. Dazu gehöre, passend zum Valentinstag, wie Staesche mit einem Augenzwinkern sagt, auch die Wahl der Weibchen in der Entwicklungsgeschichte.

Planetarium am Insulaner, Munsterdamm 90, Schöneberg, Bus 187 Planetarium, Bus M76, 170, 246 Insulaner, morgen (14.2.) 16 Uhr, 8 Euro, erm. 6 Euro, Tel. 79 00 93-0, Infos im Netz unter www.planetarium-berlin.de

Prenzlauer Berg: Erinnerungsfoto für den Augenblick

„Viele Paare, die sich gerade kennengelernt haben, machen gern Bilder in unseren Photoboxen“, sagt Asgar Doenst. 2004 wurde die erste Box im Retrostil für Schwarz-Weiß-Aufnahmen, vier Stück zwei Euro, aufgestellt. Rund zwei Dutzend, davon einer an der Warschauer Straße für Farbfotos, sind es inzwischen in Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Mitte, Kreuzberg und Neukölln. Dabei wird im digitalen Zeitalter noch auf analoge Fotografie gesetzt: Jedes Bild ist ein Original, eine Momentaufnahme auf klassischem Fotopapier. Kopien gibt es nicht.

Photoautomat, zum Beispiel an der Schönhauser Allee 9, Prenzlauer Berg, U2 Senefelder Platz, rund um die Uhr, www.photoautomat.de

Mitte: Romantischer Museumsbesuch

Nach drei Jahren Restaurierung ist Caspar David Friedrichs berühmtestes Bilderpaar der deutschen Romantik „Mönch am Meer“ und „Abtei im Eichwald“ seit Ende Januar wieder zu bewundern. Friedrich gehöre, so Kustodin Birgit Verwiebe, mit Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen zu den wichtigsten Vertretern des im frühen 19. Jahrhundert angesiedelten Kunststils. Zu sehen sind deren Werke in der dritten Etage des Museums. Dem Bilderpaar ist zudem die Sonderausstellung „Der Mönch ist zurück“ gewidmet (bis 22. Mai).

Alte Nationalgalerie: Bodestraße 1–3, Mitte, Bus 100, 200 Lustgarten, Tram M1, 12 Am Kupfergraben, Di., Mi., Fr.–So. 10–18, Do. 10–20 Uhr, 10 Euro, erm. 5 Euro, Tel. 266 42 42 42