Berufswahl

Immer mehr Berliner machen eine Handwerks-Ausbildung

Sie werden Augenoptiker, Tischler oder Elektroniker: Junge Berliner entscheiden sich zunehmend für eine Ausbildung im Handwerk.

9381 Berliner machen derzeit eine Ausbildung im Handwerk

9381 Berliner machen derzeit eine Ausbildung im Handwerk

Foto: Rainer Jensen / picture alliance / dpa

Bei Augenoptikern, Zahntechnikern und Tischlern stiegen die Zahlen am stärksten: Junge Berliner haben im vergangenen Jahr 3478 betriebliche Ausbildungsverträge unterschrieben, 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Wie die Handwerkskammer am Donnerstag mitteilte, machen damit nun 9381 Menschen eine Handwerkslehre.

Hintergrund seien die gute Konjunktur und ein steigender Fachkräftebedarf, hieß es. Es bleibe aber eine Herausforderung, Ausbildungsstellen zeitnah zu besetzen.

„Das Ausbildungsengagement des Berliner Handwerks befindet sich auf Spitzenniveau. Eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf ist so attraktiv wie selten zuvor“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin, Jürgen Wittke, bei der Vorstellung der Ausbildungsbilanz. „Die positive wirtschaftliche Entwicklung des Berliner Handwerks spiegelt sich jetzt auch in der Ausbildung wider. Und wir reden hier nicht nur von einem zusätzlichen Angebot an Ausbildungsplätzen, sondern von echten, unterschriebenen neuen Ausbildungsverträgen, von besetzten Ausbildungsstellen."

Boom bei den Optikern

Zum Ende des Jahres 2015 zählte die Handwerkskammer Berlin insgesamt 3831 neue Ausbildungsverträge. Bei 3478 dieser Verträge handelt es sich um betriebliche Ausbildungsverträge, das entspricht dem genannten Zuwachs von 8,7 Prozent (+279 Verträge).

In vielen handwerklichen Ausbildungsberufen konnte die Zahl der neuen betrieblichen Ausbildungsverträge gesteigert werden, so beispielsweise bei den Anlagemechanikern SHK ( plus 16,3 Prozent), den Augenoptikern (plus 47,5 Prozent), den Elektronikern, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (plus 15,5 Prozent), den Tischlern (plus 17,1 Prozent) und den Zahntechnikern (plus 19,2 Prozent).