Neueröffnung geplant

Kult-Bar King Size in Mitte soll zweite Chance erhalten

Der Club in der Friedrichstraße war fünf Jahre lang Anziehungspunkt für Szenegänger. Gäste freuen sich auf seine Wiedereröffnung.

Die Inhaber der King Size Bar in der Friedrichstraße: Stephan Landwehr (l.), Boris Radzcun (M.) und Conny Opper (Archivbild von 2010)

Die Inhaber der King Size Bar in der Friedrichstraße: Stephan Landwehr (l.), Boris Radzcun (M.) und Conny Opper (Archivbild von 2010)

Foto: Amin Akhtar

Eine Berliner Szene Institution kehrt zurück. Die King-Size-Bar an der Friedrichstraße 112b öffnet nach Zeitungsberichten spätestens im März wieder seine Türen.

Der schmale Club stand für Menschenmassen drinnen und draußen und einen Türsteher Frank Künster, der über einen der bestgehüteten Partyzugänge Berlins befahl. Man trank den manchmal wahrhaft umwerfenden Vodka-Cocktail Moscow Mule und obwohl sie eigentlich kaum größer war als eines der gerahmten Bilder an den ansonsten verwahrlost wirkenden Wänden, zog die Tanzfläche genug Menschen an, die zur Berliner Mischung elektronischer Musik aus BSR-Tonnen-großen Lautsprechern feierten. Manche Partynudel tanzte auf dem Tresen.

Club-Betreiber Conny Opper und die Grill Royal-/Pauly Saal-Macher Boris Radczun und Stephan Landwehr hatten die Bar mit den grauen Rollläden im April 2010 in einem ehemaligen Schwulentreff aus DDR-Zeiten eröffnet. Fünf Jahre lang traf sich um die Ecke der Oranienburger Straße die Szene, aber auch jene, die sich dafür hielten - um dann an Türmann Künster zu scheitern.Der soll nun auch beim Comeback der Bar dabei sein.

Zum viel beklagten Ende kam es, nachdem es Beschwerden über den Partylärm gab. Es startete eine kurze Versuchsperiode mit leiser Musik, was natürlich ein Unding war. Genau am fünften Geburtstag schloss 2015 die King Size Bar. Eine Facebookerin schrieb zum Abschied: „Meinen Dance Floor auf der Bar werde ich nie vergessen.“

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