Aufsicht

Bald kein festes Aufsichtspersonal mehr auf S-Bahnhöfen

Seit Jahren zieht die S-Bahn Mitarbeiter von Bahnhöfen ab. Nun sind die letzten Stationen dran.

Foto: Lukas Schulze / dpa

Der Abzug des festen Aufsichts-Personals von den meisten der 166 Berliner und Brandenburger S-Bahnhöfe steht kurz vor dem Abschluss. Bis Mai erhielten noch 16 Bahnhöfe die notwendige Technik, wie die S-Bahn Berlin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Nach ihrem Konzept soll es nur noch an 20 sogenannten Stammbahnhöfen feste Aufsichten geben; unter anderem an den Stationen Schöneberg, Treptower Park und Charlottenburg. Für die übrigen Bahnhöfe gibt es je nach Bedarf weitere 120 mobile Mitarbeiter, die dort etwa bei großem Touristenandrang, Bauarbeiten oder Störungen zum Einsatz kommen.

108 mobile Aufsichten seien schon im Einsatz, hieß es aus dem Unternehmen. Die übrigen zwölf folgen nach der Umstellung ihrer Bahnhöfe auf das neue System. Es erlaubt dem S-Bahn-Fahrer mit Hilfe von Kameras, selbst zu entscheiden, ob der Zug abfahrbereit ist. Mit mobilen Aufsichten, Mitarbeitern der Kundenzentren und Sicherheitsleuten der Bahn hätten die Kunden dann immer noch 500 Ansprechpartner, betonte das Unternehmen.

Arbeitsplätze von 400 Aufsichtskräften fallen weg

Nach früheren Angaben fallen durch die Umstellung auf den Bahnhöfen die Arbeitsplätze von 400 Aufsichtskräften weg, gut die Hälfte von ihnen Zeitarbeiter. Den übrigen seien andere Arbeitsplätze bei der Bahn angeboten worden. Ein Großteil habe eingewilligt und sich etwa zum Fahrdienstleiter, Triebfahrzeugführer oder zur Stammaufsicht weiterbilden lassen.

Nur zwei Bahnhöfe werden aus technischen Gründen erst im nächsten Jahr umgerüstet: die Stationen Gehrenseestraße und Warschauer Straße. Der Bahnhof Warschauer Straße wird derzeit umgebaut.