Berlin Moabit

Kälteschutz: Zelte am Lageso werden stabiler und wärmer

Täglich warten Hunderte Flüchtlinge vor dem Lageso. Die Wartezelte wurden nun mit Aluminiumwänden aufgerüstet.

Flüchtlinge in einem Zelt am Lageso

Flüchtlinge in einem Zelt am Lageso

Foto: HANNIBAL HANSCHKE / REUTERS

Die Situation vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) scheint sich ein Stück weit zu verbessern. Zumindest für die, die teilweise tagelang auf ihren Termin in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge warten müssen.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales ließ Freitag die Wartezelte vor dem Haus A von innen mit Aluminiumwänden aufrüsten. "Die derzeit milden Witterungsverhältnisse wurden dazu genutzt, den Kälteschutz auf dem Campus des Lageso zu verbessern", teilte die Senatsverwaltung auf ihrer Facebook-Seite mit und veröffentlichte Bilder von den Aufrüstungsarbeiten.


Anfang Januar postete die Organisation "Moabit hilft", die ehrenamtlich die wartenden Geflüchteten vor dem Lageso versorgt, Fotos von eingerissenen Zeltplanen, frierenden Helfern und in Decken eingewickelten Kindern. "Seitdem hat sich die Situation aber wesentlich verbessert", sagte "Moabit hilft"-Sprecherin Diana Henniges.

Aufgerüstete Zelte für besseren Schutz

Bereits ab Mitte Januar wurden die bestehenden Wartezelte aufgerüstet. "Die Zelte bekamen Schwingtüren, die abgerissenen Zeltplanen wurden wieder angebracht. In den Zelten wurden Wärmepilze aufgestellt", erzählt Henniges. "Nun haben wir auch zwei weitere Zelte bekommen, um die Wartenden besser aufzuteilen. Es gibt ein Zelt für Frauen und Kinder, eins für die Männer. In einem anderen warten die, die bereits ein Bändchen haben."

Durch das Aufrüsten der Zelte erhofft sich die Senatsverwaltung weitere Verbesserung. "Natürlich sind die Aluminiumwände stabiler als die Kunststoffplanen und bieten mehr Schutz vor Kälte und Wind", sagte Sprecherin Monika Hebbinghaus.

"Die Zelte sollten dennoch nur eine Zwischenlösung bleiben", mahnte Henniges. Die Behörden sollten über eine dauerhafte Lösung nachdenken, "schließlich sind wir hier nicht auf einem Festivalgelände."

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