Burgerkette

Hans im Glück will weiter wachsen - trotz Streits in Berlin

Drei Berliner Filialen müssen schließen – und neun weitere in Deutschland. Die Burgerkette will trotzdem weiter wachsen.

Hans im Glück an der Friedrichstraße

Hans im Glück an der Friedrichstraße

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Die Burger-Kette „Hans im Glück“ will ihren Expansionskurs in Deutschland auch nach dem Bruch mit einem großen Betreiber fortsetzen. Es lägen bereits Anfragen vor, sagte eine Sprecherin des Unternehmens in München.

Die Kette war in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und hatte 44 Filialen zwischen Flensburg und Rosenheim eröffnet. Mit dem Franchise-Nehmer Paniceus, der zwölf Standorte betreibt, hat sich die Geschäftsleitung aber überworfen. Die Zusammenarbeit soll beendet werden.

Betroffen sind insgesamt zwölf Filialen, darunter drei in Berlin: am S-Bahnhof Friedrichstraße in Mitte, im alten Steglitzer Rathaus an der Schloßstraße 34 und in Mitte an der Invalidenstraße 53. Am 1. April sollen die drei Läden geschlossen und umgebaut werden.

Gewerkschaft sieht Franchise-System kritisch

„Hans im Glück“ begründet das Zerwürfnis unter anderem mit Abweichungen von der vorgegebenen Speisekarte. Paniceus hingegen sprach von einer „Erfüllungsverweigerung des Franchise-Gebers“. Das Lübecker Unternehmen will die Filialen nach dem Kündigungstermin am 31. März unter neuem Namen weiterbetreiben.

Die Gewerkschaft NGG sieht Franchise-Systeme in der Gastronomie seit Jahren kritisch. Ende 2014 hatte die Fastfood-Kette Burger King Probleme mit einem Partner und kündigte diesem. Es folgte eine monatelange Hängepartie mit der zeitweisen Schließung der Schnellrestaurants und einem Insolvenzantrag, der später aber wieder zurückgenommen wurde.