Berlin

30 Kinder und Jugendliche greifen Imbiss in der Gropiusstadt an

Kinder und Jugendliche haben in Gropiusstadt einen Imbissbetreiber sowie seinen Sohn und dessen Freund am Sonntagabend angegriffen und verletzt. „Zunächst sind etwa zehn bis 15 Kinder im Alter von neun bis zwölf oder 13 Jahren hier aufgetaucht. Sie haben uns gezielt provoziert und am Hintereingang wie auch am Eingang zum Imbiss geklopft und versucht, den Ausgang zu blockieren“, sagte der kurdische Imbissbetreiber am Montag der Berliner Morgenpost. Hierbei hätten die Kinder auch Steine geworfen und an der Fassade kleinere Schäden verursacht.

„Nicht zum ersten Mal. Denn immer wenn Ferien sind, versammeln sich allabendlich die Kinder aus dem umliegenden Wohngebiet und treiben auf dem Platz am U-Bahnhof Lipschitzallee Unfug“, sagte er weiter. Der 53-jährige Besitzer des Imbisses hatte daraufhin die Polizei gegen 19.30 Uhr angerufen. Als die Beamten eintrafen, hatte sich die Situation bereits wieder beruhigt.

Doch eine Stunde später, gegen 20.30 Uhr war der Imbissbesitzer erneut gezwungen, die Polizei anzurufen. „Auf einmal standen uns nicht nur Kinder gegenüber, sondern eine große Gruppe Jugendlicher im Alter von 14 bis 21 Jahre“, sagt der Sohn des Imbissbesitzers. Aus der Gruppe heraus wurden sie erneut beleidigt und angegriffen. Als Vorwand für diese Attacke nannten die Jugendlichen, dass hier Alkohol verkauft werde und „dafür müssen sie bestraft werden“.

Schlag auf den Hinterkopf, Blessuren an der Augenbraue

Daraufhin sei es zu einem Handgemenge gekommen, in dessen Verlauf der Sohn einige Prellungen und sein zu Hilfe geeilter Freund eine Blessur an der Augenbraue davongetragen habe. Der Imbissbesitzer selber habe einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen und sei zu Boden gegangen. Als er wieder aufgestanden war, hatte sich die Menge verstreut. Jetzt ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, der Körperverletzung und einer Sachbeschädigung.