Angebliche Vergewaltigung

Anwalt der 13-Jährigen: "Es gibt zwei Versionen"

Die Polizei hat den Fall um die angebliche Vergewaltigung einer 13-Jährigen aus Marzahn aufgeklärt. Der Anwalt will noch abwarten.

Auch nach der Stellungnahme der Berliner Staatsanwaltschaft, dass eine 13-Jährige aus Berlin-Marzahn die Vergewaltigung nur erfunden hat, bleibt ihr Anwalt Alexej Danckwardt dabei, dass die 13-Jährige ein Opfer von Missbrauch wurde. „Es gibt zwei verschiedene Versionen“, sagte der Anwalt der Morgenpost. Ein gerichtspsychologisches Gutachten müssen nun ermitteln, was wirklich geschehen sei.

Danckwardt arbeitet nach eigenen Angaben in diesem Fall weiter mit dem russischen Konsulat zusammen und tauscht mit diesem Informationen aus. „Das Konsulat ist sehr an einer Aufklärung des Falls interessiert“, so Danckwardt. Der Anwalt, der in Leipzig für die Linkspartei im Stadtrat saß. und aus einer deutsch-russischen Familie stammt, hält das Vorgehen der russischen Regierung für legitim. Zuletzt hatte Außenminister Sergej Lawrow den deutschen Behörden Vertuschung vorgeworfen und eine schnelle Aufklärung des Falls gefordert. „Russland fordert nichts, was nicht völkerrechtlich vereinbart ist“, so Danckwardt.

Auf Facebook ergänzte er: „Meine Erklärung zu den heutigen Mitteilungen der Ermittlungsbehörden: Die Wahrheit muss erst noch ermittelt werden. Die Ermittlungsbehörden sind sehr voreilig. Wahrscheinlich zu viel politischer Druck. Und nicht vergessen: Das Mädchen ist immer noch das Opfer sexuellen Missbrauchs. Jedenfalls in der Zeit vor ihrem Verschwinden ist ihr das nach dem Ergebnis der Ermittlungsbehörden tatsächlich angetan worden."

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